Vom Marktplatz aus ist es nur ein kurzer Weg nach Norden und über die Fuchsbrücke und den befestigten Brückenkopf verlassen die fünf in ihre Gespräche vertieft Lowangen.

Am nördlichen Svelltufer angekommen, teilt sich die Straße nach Westen und nach Norden.

Ilmin will weiter Richtung Neulowangen. Das sollte im Firun liegen. "Nach Neulowangen geht es da lang." behauptet er mit fester Stimme und zeigt nach Norden.

Kaum geht Ilmin weiter in Richtung Norden, da hört er ein Räuspern hinter sich. Als er sich umdreht, sieht er Nilrem an einem Wegweiser stehen. "Links geht es nach Arsingen, gerade nach Ansvell und zurück nach Lowangen", liest sie vor. "Hier steht nichts von Neulowangen."

Ilmin kramt nochmals in seinem Gedächtnis ob ihm Ansvell etwas sagt.

Ansvell liegt westlich des Svellt am Rand der Svelltsümpfe. Neulowangen hingegen ist auf der östlichen Svelltseite und auf Grund des momentan sehr breiten Svellts, der durch den Regen der letzten Zeit stark angeschwollen ist, nur durch die Brücken in Lowangen zu erreichen.

"Habt Dank, jetzt fällt mir wieder ein was ich gelesen hatte. Die Straße nach Neulowangen ist derzeit wegen des Hochwassers nicht zu nutzen. Aber Ansvell wäre einer der späteren Anlaufpunkte auf dem Weg in den Rorwhed gewesen. Also sind wir in die Richtung gut aufgehoben." bedankt sich Ilmin artig bei der Magierin.

So macht sich die Gruppe weiter in Richtung Norden auf. Schon eine kurze Strecke hinter Lowangen wird die Qualität der Straße stetig schlechter, der Boden wir weicher und Pfütze an Pfütze lässt die Gruppe immer wieder in den Gänsemarsch verfallen. Trotzdem kommt die Gruppe recht gut voran.

Auf der linken Seite zieht sich dichter Wald bis an die Straße heran - manchmal führt die Straße auch durch ein Stück Wald um eine Schleife des Svellt abzukürzen. Rechts fließt der Svellt, der sein Bett auf Grund der starken Regenfälle der letzten Zeit - und des heutigen Tages, denn nach dem Mittag regnet es ununterbrochen - bis an und zum Teil über den Weg ausgebreitet hat.

Rodario stapft eher missmutig neben den Gefährten her. So hatte er sich das nicht vorgestellt. So ein trockener Platz in einer Schenke und ein Ferdoker - das wäre ihm dann doch lieber.

Dennoch sinniert er über ein paar Zeilen, mit denen er sein 'Opus' über dieses neue Abenteuer gebührlich beginnen kann.

Nilrem pfeift vergnügt ein Lied vor sich hin. Barden werden die Melodie erkennen: "Das Wandern ist des Aves Lust."

"… und Regen ist des Wand'rers Frust, oh A-ha-ves.

Das muss ein E-he-ffe-herd Priester sein, dem fiel beim Re-he-gen das Wandern ein, beim Regen fiel das Wandern ein, das Wa-han-dern", ergänzt Rodario scheinbar mühelos.

"Vom Zaub'rer haben wir's gelernt, vom Zaub'rer haben wir's gelernt, vom Za-hau-brer …", fängt er eine zweite Strophe an.

"Wie gut beherrscht Ihr den SILENTIUM?" knurrt Akiro an Nilrem gewandt. "Ich hab mich wohl auf die falschen Vocationes spezialisiert. Wenn Ihr den 'Stille' auch nicht beherrscht, bin ich versucht, Kampfzauber zu erproben! Rur schuf die Welt schön! Und jeder hat seine Talente, Manche haben die ihren nur noch nicht entdeckt!"

Ilmin muss heftig grinsen. So wird auch ein Regenspaziergang unterhaltsam.

Da Nilrem pfeift, singt sie den Text nicht mit, zwitschert aber weiter die Melodie.

"… das muss ein schlechter Zaub'rer sein, dem niemals fiel sein Sprüchlein ein, dem niemals fiel sein Sprüchlein ein, sein Sprüch-lein ein", beendet Rodario die Strophe.

"Ein Hoch dem edlen Sänger. Möge er auch zukünftig immer sein Publikum in Stimmung bringen." lässt sich Ilmin nach der Strophe hören.

"So in etwa muss der HÖLLENPEIN ZEREISSE DICH wirken" murmelt Akiro vor sich hin. "An dem Gerücht, Borbaradianer können auch ohne die Gabe Magie wirken, scheint was dran zu sein!"

Raftalan schaut immer wieder in den Wald, ob er etwas Wild zum Jagen sieht.

Der aufgeweichte Waldboden scheint alles Wild in trockenere Gefilde verschwinden lassen, so dass er von der Straße aus keine Spuren erkennt.

Ilmin flucht leise vor sich hin. Erst das Mal und jetzt auch noch Regen. Doch einen Vorteil hat der Regen seiner Meinung nach. Bei diesem Wetter ist weder mit Räubern noch mit wilden Tieren zu rechnen.

Und auch die ständigen Angriffe der Mücken lassen bei dem Regen deutlich nach.

Wie sieht es denn mit Kräutern aus? Akiro hält stets Ausschau nach interessanter Vegetation. Er findet es der Schönheit der Welt nicht angemessen, ständig mit gesenktem Haupte auf Straßen zu wandeln und seine Schuhspitzen zu überwachen, dass sie sich beim Schreiten auch regelmäßig abwechseln. Er schaut mal in den Himmel, mal zum Horizont und bewundert zwischendurch die Vegetation am Wegesrand. Mag sein, dass er seltene Heilkräuter dabei übersieht, das ein oder andere auffälligere Gewächs (z. B. Pilze) wird ihm dabei aber ins Auge fallen.

Dem Maraskani fallen verschiedene Gewächse auf, denn das meiste unterscheidet sich schon beträchtlich zu den Wäldern seiner Heimat.

Ihm fallen Tarnellen auf, die in seiner Heimat sehr selten vorkommen, hier aber häufiger zu sehen sind. Und gelegentlich gibt es auch den ein oder anderen eitrigen Krötenschemel, aber nicht so prächtig wie auf Maraskan, dafür aber ohne die dort typischen "Begleiter".

Akiro erntet die Kräuter so, dass er die Gruppe möglichst nicht aufhält. Auf der Anderen Seite: Eine Wundsalbe ist immer nützlich!

Den Krötenschemel lässt er stehen, notiert aber in Gedanken, dass es ihn hier auch gibt. Über das Fehlen der Liebhaberinnen der Pilze macht er sich hier keine Gedanken. So weit geht sein Heimweh nicht, dass er sich die Pilzgourmets herbeisehnt.

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So vergeht der Tag mit fröhlichem Singen und brummelndem Gemurmel recht schnell und schon bald kommt die Praiosscheibe dem Horizont wieder nahe. Gerade als es zu dämmern beginnt, ist im Wald nicht weit vom Wegrand der Schein eines Lagerfeuers zu sehen.

Aber das ist nicht alles: Kampflärm dringt an die Ohren der Helden.

Ilmin zieht vorsichtig einen Wurfdolch. "Wo Kämpfer sind, ist nicht gut ruhen. Lasst uns nachsehen wer dort einen Zwist austrägt."

"Wohl gesprochen!", lobt Rodario Ilmin. "An Dir ist ein Poet verloren gegangen."

"Habt Dank." grinsend verneigt sich Ilmin, mit einen imaginären Hut wedelnd.

Rodario wird den anderen bis zum Kampfplatz folgen, jedoch währenddessen sich nach einem halbwegs sicheren Platz für seine Laute umsehen. Die kann er im Kampf ja schlecht noch auf dem Rücken geschnallt tragen.

Rechts am Wegesrand steht ein alte hohle Weide, die sicherlich genügend Platz für die Laute bietet.

Gesehen, getan. Dort wird Rodario sein Instrument verwahren bis er es wieder abholt. Dann wird er den Gefährten weiter folgen.

Raftalan schnallt sich sein Schwert um und folgt Ilmin zu dem Kampflärm.

Auch Akiro folgt dem Kampflärm, allerdings langsamer. Wenn er eingreift, dann vermutlich aus der Ferne und Magie wirkend!

Sobald die Helden näher kommen, sehen sie, dass es sich um einen Überfall handelt. Ein einfach gekleideter Mann wehrt sich mit einem Säbel in der Hand gegen den Angriff von sieben Orks.

Neben dem Lagerfeuer steht ein bepacktes Maultier.

Als Raftalan sieht, von welcher Übermacht der Mann angegriffen wird, beschleunigt er seine Schritte und zieht sein Schwert. Sofort greift er den ersten Ork an, den er erreichen kann.

Raftalan ist nicht gut auf seinem ersten Angriff vorbereitet. So passiert es, dass der Ork mit Leichtigkeit ausweichen kann.

Als die Orks merken, dass weitere Glatthäute sich an dem Disput beteiligen wollen, lassen sie von ihrem angeschlagenen Opfer ab und wendet sich den Neuankömmlingen zu.

Allein gegen sieben Orks, da sieht Raftalan seine Chancen schnell schwinden. Mit einigen Schritten rückwärts hofft er aus der Reichweite des Orks zu kommen und sieht sich nach seinen Begleitern um.

Der Überfallene nutzt die Gelegenheit zur Flucht.

'Wenigstes zum Kämpfen hätte er noch dableiben können.' denkt sich Raftalan, als er aus den Augenwinkel sieht wie der Angegriffene flieht.

Der BANNBALADIN wird zu Beginn des Kampfes gesprochen, als die Orks noch ein paar Meter entfernt waren. Die Zeit reichte. Da die Aufforderung, die Orks anzugreifen nicht möglich ist, forderte Akiro seinen 'Freund' auf: "Du willst doch gar nicht gegen uns kämpfen! Bring Dich am Besten in Sicherheit!"

Und so macht sich Akiros Gegner aus dem Staub.

Ilmin hat ja seinen Wurfdolch schon in der Hand und plant einen der Orks durch einen gezielten Wurf in den Hals auszuschalten. Danach wird er seinen Langdolch ziehen und sich seiner Haut wehren.

Ilmin zielt und trifft genau.

Der Dolch bohrt sich zielgenau in den Hals des Schwarzpelzes und mit einem Gurgeln sackt dieser zu Boden.

Nachdem Ilmin seinen Wurfdolch geworfen hat, sind die gegnerischen Parteien in Kampfaufstellung gegangen.

Raftalan hat zwei Orks gegen sich, auf Rodario, Ilmin, Nilrem und Akiro kommen je ein zähnefletschender Ork.

Nilrem verwandelt ihren Zauberstab in ein Flammenschwert und ist bereit los zu schlagen.

Dieses Mal nimmt sich Raftalan einen anderen Ork vor.

Der Ork pariert und greift seinerseits an. Was ihm - und auch dem zweiten Ork, der sich vor Raftalan aufgebaut hat - nicht gelingt.

Ilmin hingegen, der gerade sein Langdolch ziehen will, wird von 'seinem' Ork getroffen.

Das Flammenschwert der Maga trifft mit solcher Gewalt auf den Ork, dass dieser schreiend und brennend umfällt und noch bevor er den Boden berührt bei Tairach ist.

Daraufhin wendet sie sich dem bedrängten Raftalan zu.

Dazu lässt sie das Flammenschwert schweben, warte auf Einsatzbefehl.

Ilmin staunt nicht schlecht als der Ork zusammenbricht. Doch als er erkennt, dass ein zweiter Ork in angreift, springt er erschrocken zur Seite und versucht dabei in einer fließenden Bewegung seinen Langdolch zu ziehen.

Phex oder Rondra scheinen mit ihm zu sein denn der Schlag des Orks geht daneben und Ilmin kann nun seinerseits attackieren.

Dann stürzt sich Rodario beherzt ins Getümmel. Sobald er angekommen ist, wird er einen Ork attackieren.

Der Ork kann nicht mehr ausweichen und wird getroffen. Zitternd geht seine Gegenattacke in die Luft.

Da die Attacken der Orks nicht sehr erfolgreich waren, fasst Raftalan Mut und legt mehr Wucht in den Schlag gegen seinen Ork.

Der Ork schreit unter dem Schlag auf, durch den Schmerz ist er etwas desorientiert und trifft nicht - sein Begleiter auch nicht.

Ilmin ist jetzt bereit und greift seinerseits an.

Der Ork kann dem Angriff Rodarios mit Mühen ausweichen, sein Gegenangriff ist erfolglos.

Nilrem 'führt' das Flammenschwert wie immer mehrere Schritt von sich entfernt schwebend und daher mit 2 Attacken, die beide treffen.

Danach wendet sie ihr Flammenschwert einem der letzten Gegnern zu.

Sofort setzt Raftalan nach. Dieses mal wieder mit reduzierter Wucht und stets ein Auge auf den anderen Ork.

Die beiden Orks vor Raftalan hauchen im Flammentod ihr Leben aus.

Dieses mal ist der Ork in Rodarios Attacke gelaufen und nimmt den Treffer lauf grunzend hin. Im Gegenzug schafft er es sogar den Barden zu attackieren.

"Aua!", ruft Rodario, dem der Treffer offenbar wehtut.

Wenn die anderen Orks versuchen zu fliehen, wird er seinem Gegner noch einen verpassen.

Ilmins Gegenüber muss auch einen Treffer hinnehmen und kommt nicht zu einem Angriff. Als sich der Ork kurz umsieht, erkennt er die Gefahr der Lage (nur er und einer seiner Gefährten sind noch am Kampf beteiligt) und fordert grunzend seinen Mitstreiter zur Flucht auf, bevor er selbst das Weiter sucht.

Nilrem beordert per Gedankenbefehl das Schert zu sich, lässt es zurück zum Stab werden und pustet einmal über die Oberseite.

"Die Schlacht ist geschlagen, der Gegner pulverisiert." ruft Ilmin siegestrunken aus. Er sieht sich nach dem Überfallopfer um, ob der Mann noch in der Nähe geblieben ist.

Und als Ilmin Ausschau hält kommt der Fremde aus den Büschen und bedankt sich voller Überschwang bei den Helden. "Vielen Dank, edle Recken!" ruft er heraus. "Mein Name ist Waldrecht Unkenbach, ich bin Händler und war auf dem Weg nach Lowangen als diese Horde Schwarzpelze mir mein Geschäft und mein Leben vermiesen wollten."

Er geht zu dem Packpferd, dass immer noch in der Nähe des Lagerfeuers steht und holt zwei Phiolen heraus, die er den Gefährten reicht. "Als kleinen Dank für meine Rettung."

"Phex zum Gruß. Was ist denn Euer Geschäft? Und was enthalten die Fläschchen?" fragt Ilmin interessiert.

Auch Raftalan tritt hinzu und schaut sich die Phiolen an, gespannt was deren Inhalt sei.

"Ich verkaufe - nun ja - spezielle Dinge", antwortet der Händler. "Tränke, Elixiere, …

Und die beiden Fläschchen enthalten Schlafgift."

"Und wie wirkt das?" befragt ihn Raftalan. "Muss man den Inhalt trinken oder reicht darüberschütten?"

"Trinken oder ins Blut bringen müsst Ihr es schon."

"Und dann?" hakt Raftalan nach. "Schläft man ein? Wie lange hält der Schlaf? Reicht es mit einer Messerspitze, an dem das Mittel hängt, die Haut zu ritzen?"

"Nun, das sind viele Fragen", überlegt der Händler. "Aber eine Antwort darauf gibt es nicht. Es hängt von der Größe, dem Gewicht und dem Zustand der Person ab, die das Gift aufnimmt.

Ein großer, schwerer und aufgeregter Thorwaler wird anders reagieren als ein müder, kleiner Südländer.

Aber schlafen werden sie schon."

"Das sicherste ist, wenn derjenige den kompletten Inhalt einer Phiole trinkt." fasst Raftalan die Ausführungen des Händlers zusammen.

"Genau", nickt Waldrecht.

Akiro wundert sich, wieso das ein 'Gift' sein soll. Schlaf dient der Regeneration und Heilung. Und wenn damit ein Gegner außer Gefecht gesetzt werden sollte, wird dieser dankbar sein, dass es nur ein 'Schlafgift' und nicht etwas endgültigeres gewesen ist. Auf Maraskan kennen sie da so einige faszinierende Humizide. Preiset die Schönheit!

'Hmmm, nicht schlecht.' denkt sich Ilmin. "Habt Dank, solch Elixier kann man immer brauchen." bedankt er sich höflich. "Vielleicht könnt Ihr uns noch etwas über den Weg sagen der vor uns liegt?"

"Nun, er war schlecht und wird durch den Regen der letzten Tage wohl noch schlechter geworden sein." ist die Meinung Waldbrechts. "Aber was hilft's, es ist der einzige Weg."

"Kommen auf dem Weg noch andere Gefahren, Fallen oder Hinterhalte?" fragt Raftalan weiter. "War das heute der erste Überfall auf diesem Weg?"

"Fragen über Fragen", antwortet Waldbrecht lächelnd, "aber da ich lebe und mein Gepäck vollständig bis zu diesem Lagerplatz gekommen ist, habe ich nichts weiter erlebt. Aber ob es nicht doch Gefahren auch der Straße gibt, mag ich nicht zu beantworten.

Ich bin Händler kein Hellseher."

"Stimmt. Sonst wärt Ihr ja vermutlich diesem Zwischenfall aus dem Weg gegangen." muss Ilmin grinsend loswerden.

Nilrem klopft ihm auf die Schulter: "Lass uns weitergehen."

"Gerne. So schön ist es hier nun auch wieder nicht."

"Und dreckige Orks gibt es hier auch", flucht Rodario, der sichtbar am linken Arm blutet.

Schnell versorgt Ilmin die blutende Wunde. Nachdem er fertig ist meint er: "Die Wunde wird Dir keinen Ärger mehr machen."

"Peraine möge es vergelten. Vielen Dank", erwidert der Barde die schnelle Hilfe Ilmins.

"Ich würde euch nicht empfehlen in der Nacht weiter zu marschieren." bemerkt Waldbrecht. "Ihr könntet schnell vom Weg abkommen und im Morast am Fluss versinken."

"Dann lasst uns hier rasten." meint Ilmin als ihm die Dunkelheit richtig bewusst wird.

Nilrem schaut sich nach einem geeigneten Nachtplatz um. "Waldbrecht, wollt Ihr über Nacht bei uns verweilen?"

Der Händler lacht fröhlich auf, schließlich haben die Orks ihn an seinem Lagerplatz überfallen: "Ihr habt einen feinen Humor! Aber gerne bleibe ich in eurer Gesellschaft.

Ich habe bemerkt, dass Ihr über arkane Kräfte verfügt, vielleicht wollt Ihr noch einen Blick in mein Sortiment werfen?" fragt er noch geschäftstüchtig.

Der Blick, den Nilrem erwidert, lässt ihn nicht auf gute Geschäfte hoffen.

So zuckt er mit den Schultern und lässt sich wieder am Feuer nieder.

Auch Akiro wirft gerne einen Blick auf die Waren des Händlers. Für die Wacheinteilung interessiert er sich nicht. Er wird seinen Teil der Wache übernehmen, wenn er an der Reihe ist.

Schnell sind die beiden in einem Gespräch über Artefakte und Elixiere vertieft. Der Händler zeigt Akiro ein Fläschchen mit einem Beschleunigungselixer und zwei Tenobaals Federn (eine rote, eine grüne).

Akiro ist kein Bogenschütze. Daher sind die Federn des 'Roten Pfeils' für ihn nicht so interessant. Bei dem Beschleunigungselixier ist er jedoch neugierig: "Wie soll sich dieser Trank auswirken? Oder reibt man sich damit ein?", fragt er den Händler.

"Soweit ich weiß, ist das Elixier ähnlich wie ein Spruch der Waldelfen, leider bin ich kein Magier …", antwortet der Händler.

"Nun, was würdet Ihr für dieses 'Elixier' zweifelhafter Güte und unbestimmbarer Wirkungsweise fordern?" gibt sich Akiro mäßig interessiert.

"Es ist weder von zweifelhafter Güte, noch von unbestimmter Wirkungsweise", antwortet der Händler mit beleidigter Mine. "Es wirkt exakt wie dieser Zauber und das sieben Mal! Und falls es Euch interessiert und da Ihr mein Leben gerettet habt, würde ich es Euch für 75 Dukaten überlassen."

"Sicherlich habt Ihr Euch versprochen und meintet 75 Taler! Ein wahrhaft stolzer Preis, doch sicherlich der Ware angemessen!" beginnt Akiro zu feilschen.

"Bitte vergesst nicht, das ich der Händler bin!" antwortet Waldbrecht lachend. "Und nein, Ihr habt mich nicht falsch verstanden. 75 goldene Dukaten, das ist der Preis!"

"So werdet Ihr Eure Ware wohl Euren Kindern vererben wollen?" mutmaßt der Magier. "Einen solchen Preis würde ich, wenn Schwester Tsa und Bruder Boron dies zuließen, allenfalls für einen Unsterblichkeitstrank zahlen. Vielleicht bietet Ihr den Trank mal Bruderschwester Stoerrebrand an - der wird ihn sich wohl leisten können. Allerdings bezweifele ich seinen Bedarf an blitzschnellen Bewegungen!"

Waldbrecht lacht. "Dann werde ich wohl mal nach Festum aufbrechen …"

"Und wir werden auch wieder unserer Wegen ziehen. Mögen die Zwölfe Euch auf Euren Wegen beschützen."

"Euch auch!"

"Gut, dann bleiben wir hier, wenn es Euch nichts ausmacht", schlägt der Barde vor.

"Ich würde mich freuen, diese Nacht in solcher Begleitung verbringen zu können", erwidert der Händler.

Ilmin wird sich nach etwas Feuerholz umsehen und nach dem Essen die erste Wache übernehmen.

"Ich löse Dich ab."

"Weck mich, wenn ich an der Reihe bin." äußert sich Raftalan, der somit die dritte Wache übernimmt.

Sofern man Rodario nicht weckt, wird er schlafen.

Der Händler hatte schon einen kleinen Stapel Holz gesammelt, aber Ilmin kann ihn noch etwas vergrößern. Die Äste sind allerdings alle vom Regen der letzten Tag noch feucht.

Die erste Nacht nach dem Stadtaufenthalt ist ungewohnt und klamm. Ständig schreckt er von den Geräuschen aus dem Wald auf.

Als Stadtmensch ist das Übernachten in der freien Natur sehr ungewohnt. Daher achtet er sehr intensiv auf alle möglichen Geräusche bzw. deren Fehlen. So schrickt er hoch als er bis auf das Prasseln des Feuers nichts hört. Als die Grillen wieder zu hören, sind beruhigt er sich etwas.