Es führt tatsächlich eine mehrere hundert Schritt breite Schneise durch den Wald. Wege sind aber keine zu sehen, nur ab und zu eine unidentifizierbare Fährte. Das Gras ist aber nur kniehoch, so dass man problemlos weiterkommt.

Die Gruppe ist wohl eine halbe Stunde unterwegs, bis das Ende der Schneise in Sicht ist. Und da ist nicht nur das Ende der Schneise sondern auch drei aufrecht gehende Wesen.

Beim Näherkommen wird deutlich, dass dort keine Menschen unterwegs sind.

Zwar sind die Wesen humanoid, aber sie sind schlank und feingliedrig wie Elfen. Außerdem sind sie nackt. Die Haut der Wesen ist mit münzgoßen blaugrünen Schuppen bedeckt. Die Augen sind größer als bei Menschen und die Ohren trichterförmig. Das ganze Gesicht ist leicht vorspringend.

Jedes der Wesen ist mit einem Dreizack bewaffnet. Auf dem Rücken tragen alle etwas rucksackähnliches.

Frumol verlangsamt seinen Schritt bis er schließlich ganz stehen bleibt.

"Sie sehen aus wie Wanderer. Genau wie wir. Vielleicht sind sie auf der Jagd?" vermutet er.

"Vielleicht können sie uns weiterhelfen, selbst wenn sie nicht so gastfreundlich sind wie die Watabh."

Er hat keine Angst vor Echsen, auch wenn es viele Geschichten über böse und gefährliche Echsenmenschen gibt. Doch selbst hat er noch keine getroffen … und vieles, von dem schlecht geredet wurde, hat sich in der Vergangenheit als das Gegenteil erwiesen.

Die drei Wesen haben offensichtlich die fünf Wanderer entdeckt, denn sie schauen in die Richtung und warten, was da kommen wird.

"Wir sollten weitergehen. Sie warten auf uns." schlägt Frumol vor, sofern er kein feindseliges Zeichen entdecken kann.

Ingalfs Griff um den Stiel seiner Orknase wird fester, aber das ist auch die einzige Reaktion auf die Wesen.

"Was mögen die den von uns wollen? Es sind jedenfalls keine Watabh!" meint er zu den Gefährten ohne die Echsenwesen aus den Augen zu lassen.

Edric nimmt seinen Stab in beide Hände und strengt seine Augen an.

Ansonsten wartet er ab was die Anderen tun …

"Sach ma, Edric," Ingalf schießt da eine Idee durch den Kopf, "kannst du mit den Watabh reden? Wenn ja, sprich doch mal die Kerls an!"

"Leider nur wenige Brocken. Aber ein 'Wir Freunde!' werde ich wohl hinkriegen … Soll ich?", meint Edric.

'Hätt' ich sonst gefragt? Diese Kinners, hocken auf'm Baum und wenn sie was tun sollen, wird erst um Erlaubnis gefragt' denkt sich Ingalf.

"Na klar, sonst hätte ich wohl nicht gefragt! Das wohl!" murmelt er dann lauter.

"Du bist nicht der einzige hier, der eine Meinung hat" grinst Edric, der die Gedanken wie auf Ingalfs Stirn tätowiert in seinem Gesicht liest. "Außerdem, denke ich, bringt es wenig auf die Distanz zu schreien. Ich wart lieber noch bis wir da sind und schau mal was sich ergibt … Ihr solltet auch nicht zu viel erwarten, Feizal ließ mir nicht allzu viele Chancen, die Sprache zu lernen. Ich bin froh, wenn ich einzelne Worte verstehe."

"Hört auf mit dem Kinderkram. Ansonsten lachen die sich gleich die Schuppen weg!" kommentiert Frumol das kindische Verhalten.

"Wir werden jetzt langsam zu den Brüdern rübergeh'n." spricht er und setzt sich wieder langsam in Bewegung. Aufmerksam beobachtet er die drei fremden Geschöpfe.

"Ich halte es für keine gute Idee, diese Wesen mit der Watabh-Sprache anzureden. Sie leben in der Ebene oder zumindest nicht auf Bäumen. Woher wissen wir also, dass sie keine Feinde der Watabh sind und uns vielleicht für deren Verbündete halten, wo doch Feizal da jetzt seit einiger Zeit den Häuptling gibt." merkt Sephyra an.

"Wir sollten es mit dem üblichen 'Begrüßungen' unter Fremden in der Fremde versuchen." schlägt sie vor.

Auch sie geht langsam weiter. Demonstrativ lässt sie die Hände von den Waffen, wünscht sich aber sehnlichst, sie hätte sich nach einem Wanderstab umgesehen, den sie jetzt als 'ungefährliche' Stütze schon in Händen hätte. Denn eins ist mal klar: Mit ihren vergleichsweise kurzen Waffen gegen Dreizacke möchte sie unter keinen Umständen kämpfen.

"Ja, ja, ihr habt ja recht." murmelt Ingalf, während er einen Stein beiseite tritt. 'Da hat man mal 'ne Ideen und alle reden einem das wieder aus! Ach, wenn es hier doch nur ein Schiff gäbe, dann könnte ich es diesen Landratten mal zeigen. Bei Swafnir!'

"Ich kann mich der Dame nur anschließen" lässt sich Edric vernehmen und macht sich ebenfalls auf den Weg Richtung interessante Zusammenkunft. Da keine Unmittelbare Gefahr besteht entspannt er sich wieder und benutzt seinen Stab weiter als Wanderstab.

Ingalf zockelt nun als Letzter hinter der Gruppe her, immer darauf bedacht seine Orknase rechtzeitig zum Einsatz zu bringen.

Randirion hält sich diesmal im Hintergrund und bleibt an Ingalfs Seite.

Er hat seine Balestrina weiterhin schussbereit in der Hand, denn er ist den drei Fremden mit ihren Dreizacken in den Händen gegenüber etwas misstrauisch. "Ihr könntet durchaus recht haben, Madame Lunos, deshalb, seid vorsichtig! Diese Wesen könnten gefährlich sein, denn im Gegensatz zu den Watabh sind sie bewaffnet," bemerkt der Cavalliere, während er den Gefährten langsam folgt und aufmerksam jede Reaktion der Fremden auf das Voranschreiten der Gruppe beobachtet.

Die drei Echsenwesen warten ruhig ab, dass die fünf Wanderer näher kommen.

Dann strecken alle drei ihre überraschend lange und an der Spitze gegabelte Zunge aus. Anschließend sprechen sie die drei in einer zischenden Sprache an. Keiner versteht ein Wort.

Frumol bleibt bleibt in etwa drei Schritt Entfernung stehen, höflich außerhalb ihrer Waffen …

Als die Fremden anfangen zu sprechen, ist Frumol erleichtert, denn die fremdartigen Wesen hätten sie auch einfach angreifen können.

Er zuckt mit den Schultern - der menschlichen Geste, nicht zu verstehen - und erwidert deutlich und höflich in Garethi: "Wir sind Fremde in diesem Land und können Euch leider nicht verstehen."

Anschließend wiederholt er die beiden Sätze auf Tulamidisch.

Nach diesen Worten wartet er auf eine Reaktion.

'Wie könnte es weiter gehen? Wir könnten Ihnen von unserem Wasser und Proviant anbieten. Als Zeichen, der Freundschaft und des Teilens. Aber haben Ihre Gesten die gleiche Bedeutung wie wir sie kennen? Wohl kaum. In Aventurien ist es schon schlimm genug …'

Die Mienen der drei Echsenwesen sind unlesbar, aber ihre Körpersprache deutet nicht auf einen bevorstehenden Angriff, als sie wieder in ihrer unverständlichen Sprache antworten.

'War ja zu erwarten, dass wir kein Wort verstehen werden.' überlegt Sephyra.

Dann hat sie eine Idee: Sie tritt vor und deutet eine Verbeugung an, sagt jedoch nichts.

Dann deutet sie auf den riesigen Baum im Hintergrund, von dem sie gerade kommen und der noch zu sehen sein muss und macht eine umfassende Geste, die die ganze Gruppe umfasst.

Eine der Echsen züngelt kurz.

Dann hockt sie sich hin und befreit ein Stück des Bodens vom Gras und zeichnet mit den Fingern einen stilisierten Baum und in einiger Entfernung drei Bögen, die die Berge darstellen sollen und bedeutet den Echsenwesen, dass sie dort hin wollen. Dann zeichnet sie eine Hütte vor den Berg und deutet darauf. "Dahin wollen wir." sagt sie sehr deutlich und richtet sich wieder auf um auf die Reaktion der Wesen zu warten.

Frumol und Edric haben keine Ahnung, was Sephyra da macht, während Ingalf und Randirion die Zeichnung zu deuten verstehen.

Da Sephyra in den Vordergrund getreten ist, hält sich Frumol zurück.

Er weiß zwar nicht, was sie plant, doch ich es aussichtslos, durch zusätzliche Bemühungen die Echsen zu verwirren. So überlässt er Sephyra das Feld und schaut zu was geschieht. Die Idee mit der Zeichnung ist gut, doch er selbst erachtet dieses Vorgehen als ein wenig zu verfrüht …

Randirion verfolgt Sephyras Handlung im Augenwinkel, während er die Echsenwesen nicht aus den Augen lässt, und zieht anerkennend eine Augenbraue hoch.

"Eine vorzügliche Idee, Madame Lunos, es mit einer Zeichnung zu versuchen," spricht er mit ruhigem Tonfall seinen Beifall aus. Er ist aufs Höchste angespannt.

'Bedeutet das Züngeln der Drei nun eine Art Begrüßung oder haben sie uns damit als ihre Beute abgeschätzt?' sinniert er. Aufmerksam beobachtet er weiter, wie die Echsenwesen auf Sephyras graphische Darstellung ihrer Suche nach dem Dorf der Mächtigen reagieren.

Gute Idee, Käpt'n!" meint Ingalf, der das Ganze aus dem Hintergrund beobachtet hat.

Ingalf ist sich aber sicher, dass er die Zeichnung besser hingekriegt hätte.

"Wollen wir auch hier das mit dem Wein nochmal versuchen?" fragt er und setzt vorsichtig, um die Echsenmenschen nicht zu erschrecken, seinen Seesack ab und stellt ihn dann vor sich ab.

Die Echsen hocken sich vor die Zeichnung und unterhalten sich miteinander. Dann befreit einer von ihnen auch ein Stück des Bodens vom Gras und macht mit dem Stiel seines Dreizacks eine Zeichnung, die leider für alle völlig unverständlich ist. Der Zeichner schaut Sephyra an, sagt etwas und züngelt.

Auch Frumol schaut sich die seltsame Zeichnung an, kann dort aber keinen Sinn hinein interpretieren. So schaut er Sephyra nur fragend an.

Ihm selbst stört das dauernde züngeln, es ist ihm unangenehm. Doch er weiß dass Schlangen und Echsen so etwas dauern tun - zumindest jene, die er beim fahrenden Volk gesehen hat - und die verhielten sich friedlich.

'Wenn ich nur wüsste, was das sein soll.' überlegt sie und betrachtet sich die Zeichnung genauer. Dann sieht sie sich um, ob sie die Umgebung der Echsenzeichnung wiedererkennen kann. Aber wirklich sicher ist sie sich auch nach eingehendem Betrachten nicht.

In einer eigentlich allgemeinen Geste des Nichtverstehens steht sie auf und zeigt auf die Echsenzeichnung. Dann schüttelt sie mit dem Kopf und zuckt mit den Schultern.

Dann macht sie einen letzten Versuch: sie zeigt direkt auf den gezeichneten Baum, deutet sodann mit Zeige und Mittelfinger der linken Hand auf ihre beiden Augen und weist der Echse dann die Richtung zu dem Riesenbaum. Das gleiche wiederholt sie mit den Bergen und ahmt dann mit den beiden Fingern das Laufen auf ihrer Handfläche nach, um zu zeigen, dass sie dort hin wollen, immer der Schneise nach.

'Ob die überhaupt verstanden haben, was ich da gezeichnet habe und nun von ihnen will?' fragt sie sich. An die anderen gewandt: "Hat noch jemand eine Idee?"

Sie wartet ab, ob sich die anderen äußern oder die Echsen "sinnvoll" reagieren.

Ingalf kratzt sich am Hinterkopf, murmelt "Tschuldigung, Käpt'n." und tritt vorsichtig vor. Dann fegt er mit dem Fuß Sephyras Zeichnung aus. Er geht in die Hocke, zieht sein Essmesser und beginnt neu zu zeichnen. Er zeichnet zunächst einen Baum, dann auf den Baum einen Kreis, dann um den Baum einen größeren Umriss. Anschließend in einiger Entfernung wieder einen Umriss, darin einen weiteren Kreis. Er zeigt mit der Hand auf die Gruppe, auf den zweiten Kreis, macht "Wusch" und auf den ersten Kreis. Dann zeichnet er in den ersten Umriss einen 3. Kreis, springt mit der Hand wieder zum zweiten und fragt "wo?". Den letzten Schritt wiederholt er 4-5 Mal.

"Gut." sagt Sephyra. "Viel besser als meine Zeichnung." lobt sie ihn.

'Aber ob uns das mehr hilft, als die Information der Watabh, dass sich das zweite Tor am Fuß der Berge in einem Dorf befinden soll, ist noch nicht 'raus.' überlegt sie.

Die Echsen schauen Ingalf züngelnd an. Dann tuscheln sie noch einmal miteinander, schauen zum Baum, zur Zeichnung …

Irgendwann kommen sie zu einem Ergebnis: Eine der Echsen deutet nach Norden, zu den Hügeln.

"Dann ist das wohl richtig, was uns die Watabh gesagt haben." stellt Sephyra fest. "Lasst uns weiterziehen. Wir wollen hier doch schnell weg, oder?"

Gegenüber den Echsen bedankt sie sich mit einer Verbeugung und macht sich dann daran, in Richtung Norden mit den anderen weiter zuziehen.

"Das habt ihr gut gemacht", lobt Frumol die Gefährten und folgt Sephyra.

"Absolument! Ich hätte auch nicht gedacht, dass sich diese seltsamen Wesen so friedlich benehmen," schließt sich Randirion mit anerkennendem Ton an. "Damit hat sich bestätigt, in welche Richtung wir gehen müssen. Die Echsenwesen scheinen diese sogenannten Mächtigen also auch zu kennen," sinniert er.

Richtung Norden ist freies Grasland. Rechts, also im Westen geht der Wald etwas weiter Richtung Norden als im Osten, allerdings tut sich nach Westen eine weitere (diesmal schmälere) Schneise auf. In dieser Schneise verschwinden die Echsenmenschen.

Frumol schaut den Echsenmenschen hinterher. 'Freunde' wie die Watabh kann man sie wohl nicht nennen, aber 'Feinde' sind sie sicher auch nicht.

Im Nordwesten ist das Hügelland, welches immer weiter ansteigt. Bis dorthin ist es aber bestimmt eine Stunde Fußmarsch.

Er rückt noch einmal den Rucksack zurecht und macht sich auf einen langen und anstrengenden Marsch bereit.

Der Cavalliere überprüft seine schussbereite Balestrina, blickt nach Norden auf das freie Grasland und holt tief Luft. "Also dann, allez, es liegt noch ein kleiner Fußmarsch vor uns," meint er nur und setzt sich, Sephyra folgend, in Richtung Grasland in Bewegung.

Edric der sich die ganze Zeit im Hintergrund gehalten hat folgt den anderen.

Schweigsam marschiert er mit der Gruppe. Dabei mustert er genau den Boden der Schneise, ob sich nicht das ein oder andere bekannte und darüber hinaus heilkräftige Kraut finden kann. Wäre doch echt Klasse ein paar Blätter Wirselkraut zu haben …

Durch seine ständigen Beobachtungen des Bodens und seine - nach der langen Zeit auf dem Baum - recht ungewohnte Last auf dem Rücken bleibt Edric immer wieder zurück und die restlichen Gefährten müssen auf ihn warten. Die warten allerdings gerne, den das Wandern durch das kniehohe Gras ist nicht so einfach, wie es bei Beginn des Marsches schien.

Bereits eine Stunde nach dem Treffen mit den Echsen ist Sephyra die Marschiererei Leid: "Lasst uns doch mal eine kurze Rast machen." schlägt sie zur allgemeinen Begeisterung vor.

"Aber nur kurz." Frumol würde nie zugeben, wie erleichtert er ist, seinen Rucksack einmal absetzten zu können. Ein Blick auf die Berge verrät ihm aber, dass es noch eine ganz Strecke zu bewältigen gibt.

Randirion nimmt Sephyras Vorschlag gern an. "Vraiment, eine kurze Rast käme mir auch gelegen."

Er setzt seinen Rucksack ab und lässt sich nieder. Dann nimmt er einen tiefen Schluck aus seinem Wasserschlauch und isst genüsslich eine der Früchte, die er sich aus dem Baumdorf mitgenommen hat. Während des Essens denkt er an sein 'Wölkchen' und wie er den Apfelschimmel im Moment vermisst.

Seine Beobachtungen der Büsche und Kräuter zeigen ihm viele unbekannte Arten, von denen vielleicht auch einige heilende Wirkung haben könnten. Allerdings müsste er viel mehr Zeit haben, die Kräuter genau zu untersuchen, aber die Mittagssonne in der schattenlosen Graslandschaft lässt dieses nicht zu.

Er hält auch Ausschau nach Kleinwild. Wenn der Abend und der Hunger kommt wäre ein Braten über dem Lagerfeuer zusätzlich zum mitgebrachten Proviant genau sein Geschmack. Welche Tageszeit ist es überhaupt fragt er sich und schaut kurz zum Himmel. Da er schon so aufmerksam die Gegend beobachtet sollt ihm auch sonst wenig entgehen.

'Wird mal zeit dass ich nützlich bin', denkt Edric bei sich. 'Das scheinen pure Stadtmenschen zu sein, wie die achtlos durch die Gegend stampfen.'

Bei einem seine Streifzüge hört Edric etwas im Gebüsch. Er macht seinen Gefährten ein Zeichen langsam weiter zu gehen, löst seine Schleuder vom Gürtel, lädt sie, weicht seitlich vom "Weg" ab und dringt geräuschlos ins lichte Gebüsch ein.

Ein paar Augenblicke später hören die Gefährten die Schleuder kurz sirren und darauf einen dumpfen Schlag. Noch einen Augenblick Später tritt Edric wieder aus den Büschen, mit einem etwa eulengroßen Vogel, mit buntem Gefieder und scharfem, langen Schnabel, in der Hand. seine Schleuder hängt bereits wieder am Gürtel.

"Abendessen" sagt er nur.

Der Cavalliere nickt Edric indessen anerkennend zu. "Einen hübschen Vogel habt Ihr da erlegt. Wenn er so gut mundet wie er aussieht, haben wir wohl ein köstliches Abendessen," meint er und sinniert in Gedanken weiter 'vielleicht dann schon wieder in der Heimat'. Bei dem Gedanken stößt er einen kaum zu vernehmenden Seufzer aus.

Als Edric zurückkehrt, erhebt sich Sephyra wieder von ihrer bequemen Sitzhaltung am Boden und meint: "Gut. Es scheint, als hättet Ihr ein gewisses Talent, in der Wildnis zu überleben. Das ist gut."

Dann schultert sie erneut den Rucksack und weiter geht es in Richtung der Berge.

Auch Frumol schultert wieder seinen Rucksack und verfällt in einen schweigenden Trott.

"Na, Käpt'n, nach nur ner Stunde? Wir müssen schaun dass wir voran machen, ich mag auch nich' marschieren, aber ankommen will ich trotzdem irgendwann ma', un' bei den Kätzchen un' Ameisen un' so mag ich nich' so gerne im Freien kampieren, wenn's sich irgendwie umgehen lässt. Aufi!"

'Eile mit Weile,' kommentiert Randirion Ingalfs Antreiben in Gedanken mit einem süffisanten Lächeln, erhebt sich ebenfalls wieder, schultert den Rucksack und setzt sich in Bewegung.

Zu Edric: "Nett, wasse da gemacht hast, aber wir müssen ma' wirklich Meilen fressen, also mach hinne."

Und mit der Aufforderung 'Meilen zu fressen' schein Ingalf recht zu haben, denn die Hügel sind in der Stunde etwas näher gekommen, aber wenn die Helden die Hälfte der Strecke geschafft haben, dann wäre das schon sehr optimistisch.

Die Ebene auf der sich die Gefährten bewegen, ist im Westen ein wenig höher als im Osten und nach Osten hin wird die Sicht auch nicht mehr durch den Wald beeinträchtigt. Es ist eine weite grasbewachsene Ebene, die mit kleinen Bauminseln durchsetzt ist.

Voraus im Norden sind die Hügel zu erkennen, die nach Osten höher und schroffer werden. Aber davor, in vielleicht einer Stunde Entfernung - wenn die Gruppe in ihrer alten Geschwindigkeit weiter marschieren - zieht sich etwas durch das Grasland.

Frumol bleibt stehen und beschattet die Augen mit der linken Hand, besser sehen zu können. Wie gebannt starrt er auf das 'etwas' um es besser zu erkennen: Glitzert es wie ein Fluss, bewegt es sich wie eine Herde Tiere oder gar ein Trupp intelligenter Wesen?

Oder spielen ihm seine Augen einen Streich?

"Was ist das?" fragt er seine Gefährten. 'Sicher ist nur, dass wir näher heran müssen, schließlich liegt es auf dem Weg.'

Nach dem Edric mit seinem Fang zu den anderen aufgeschlossen ist und diesen an seinem Rucksack festgeschnallt hat, marschiert er sich mit einem kurzen "Kann weitergehen." mit den Gefährten weiter, wie schon vorher, schweigend.

Da er jetzt keine bestimmten Pflanzen oder Tiere mehr sucht, sondern nur noch allgemein wachsam die Landschaft beobachtet kann er jetzt jedes vorgelegte Maschtempo problemlos mithalten.

So hat er es sich in seinem jugendlichen Leichtsinn wohl auch vorgenommen, allerdings macht ihm sein schweres Gepäck und die ungewohnte Bewegung doch sehr viel mehr zu schaffen.

Er bleibt wieder hinter den Gefährten zurück und …

… nach kurzer Zeit sagt er plötzlich laut: "Seht ihr was ich sehe? Da vor den Hügeln?"

"Keine Ahnung. Was siehst Du denn?" fragt Frumol, der immer noch in die Ferne schaut.

Sowohl Edric als auch Frumol strengen sich noch ein wenig mehr an, und dann erkennen sie ein Glitzern - ein Fluss.

Doch dieser Fluss zieht sich vor dem Hügelland von West nach Ost.

"Das ist ein Fluss!" entfährt es Frumol erfreut.

"Kannst Du erkennen, wie breit er ist?" fragt Sephyra, die dank ihrer Größe weit weniger sehen kann, als ihre Gefährten.

"Nein. Aber es ist sicher kein Bach der durch das kniehohe Gras schimmert." gibt Frumol lapidar Auskunft.

Randirion reckt sich in die Höhe, als Frumol von einem Fluss spricht. Er versucht, einen Blick auf das glitzernde Band, welches ihren Weg als Hindernis kreuzt, zu erhaschen. Aber da der Fluss noch eine gute Wegstrecke entfernt liegt, dürfte es auch ihm schwerfallen, dessen Breite abzuschätzen.

"Los, Beeilung, kühles Nass ruft!" Mit diesen Worten setzt sich Frumol wieder in Bewegung. Vorher nimmt er noch einen großen Schluck aus seinem Wasserschlauch und kramt etwas Proviant heraus, welches er während des folgenden Marsches zur Stärkung verzehren wird.

'Hmm, Wasser.' denkt sie und holt ebenfalls ihren Wasserschlauch hervor, nimmt ein paar Schlucke und packt ihn wieder weg.

"Dort können wir unsere Vorräte auffüllen." schlägt sie vor und folgt Frumol.

"Eine saubere Quelle wäre mir bedeutend lieber, um daraus unseren Wasservorrat zu ergänzen," gibt Randirion zu bedenken. "Wer weiß, was da so alles in diesem Fluss herumschwimmt."

Nun, da ein näheres Ziel in Sicht (zumindest der anderen) ist, schreitet es sich leichter und auch Sephyra marschiert mit neuem Elan weiter.

Etwas weniger optimistisch erhöht auch der Cavalliere sein Marschtempo, um den Anschluss an seine Gefährten nicht zu verlieren. 'Mes dieux, das hat nun sein müssen. Und dabei waren die Berge doch schon in greifbarer Nähe …' sinniert er.

"Genau." kommentiert Frumol und bietet ihr ein Stück Brot an.

Das sie entgegennimmt und dann langsam und nachdenklich beim Gehen darauf herum kaut.

Edric verkneift es sich nach dem Wasserschlauch zu greifen, aber die Vorfreude lässt ihm das Gepäck ein kleines bisschen leichter erscheinen …

Mit einem kleinen, freudigen Lächeln auf den Lippen geht er einfach weiter. Die Zeit die die Gefährten brauchten um ihre Schläuche hervorzukramen hat Edric gereicht aufzuholen und sogar ein paar Meter Vorsprung zu gewinnen.

So kommt es dann, dass Edric als erster den Fluss sieht. Nur leider sieht er nicht nur den Fluss, denn auf der anderen Seite des Flusses befinden sich 3 Riesenameisen, die über das Wasser, des an dieser Stelle wohl 10 Schritt breiten Flusses, starren und aufgeregt am Ufer hin und her laufen.

Der Grund ihrer Aufregung wird dann deutlich als Edric die Richtung ihrer Blicke verfolgt: Auf dem diesseitigen Ufer befinden sich 2 weitere etwas kleiner Riesenameisen - vermutlich Jungtiere.

Bislang wurden die Helden noch nicht bemerkt.

Edric bleibt bei dem Anblick abrupt stehen und hebt die Hand um die anderen zu warnen. Die Vorsicht gebietet ihm nicht zu rufen. Als die anderen heran sind deutet er auf die Ameisen.

"Das einfachste wäre diese Situation zu umgehen und eine Viertelstunde Weges flussabwärts auszuweichen." lässt er in gedämpftem Tonfall vernehmen. "Die Ameisen kümmern sich normalerweise nicht um uns, solange wir ein wenig Abstand halten und keine Bedrohung darstellen. Sie sehen auch nicht aus als seien sie auf der Jagd."

Stumm nickend zeigt Sephyra ihre Zustimmung und macht sich mit den anderen auf den Weg flussabwärts.

Der Cavalliere beobachtet die Riesenameisen interessiert. "Dann ist es durchaus geboten, uns von den Jungtieren fern zu halten, um die besorgten erwachsenen Tiere nicht unnötig zu verstimmen," lässt er sich beipflichtend vernehmen und folgt dem Fluss stromabwärts nach Osten.

Frumol zuckt nur mit den Schultern, obwohl er eher flussaufwärts gegangen wäre …

Von den Riesenameisen unbehelligt gehen die Helden in einiger Entfernung parallel zum Ufer flussabwärts. Nach einem halben Kilometer wird das Gelände zum Fluss hin sumpfiger, der Grund liegt wohl in dem Zufluss, der - aus den Bergen kommend - an dieser Stelle in den Fluss mündet. Dadurch wird der Fluss noch ein wenig breiter. Auch lädt das grünlich-braune trübe Wasser des Flusses nicht zum Baden oder gar Trinken ein.

Edric sieht sich nach geeigneten Bäumen für ein Floß um. "Wie wär's mit nem Floß. Ingalf hast du nicht 'n bisschen Ahnung davon? Jedenfalls hast du eine Axt und ich habe noch 20 Schritt kräftigen Strick … Oder sollen wir noch schaun was hinter dem Sumpf ist?"

Ingalf schaut empört. "Axt? Axt? Dat is ne Orknase, keine 'Axt', damit nimmt man das Leben un' manchmal auch den Kopp von Gegnern, keine Baumfälleraxt!"

Er hält Edric die Orknase vors Gesicht. "Un' ja, sobald wir auf'm Wasser sin', versteh ich was davon." Er murmelt weiter "Axt, phhht! Axt!"

"Wenn das so ist werden wir wohl kaum trockenen Fußes dieses Wasser überqueren." zuckt Edric mit den Schultern und verfällt wieder in sein übliches schweigen.

Sephyra nähert sich dem Ufer und hockt sich hin. Sie hält die rechte Hand ins Wasser, um die Temperatur zu fühlen. "Nur für den Fall." meint sie über die Schulter zu den anderen.

Frumol hockt sich neben sie.

… und bekommt ein Lächeln 'geschenkt'.

"Da haben sich ja zwei gefunden", spielt er auf Ingalf und Edric an. "Ingalf kann sich so schön aufregen …"

Sephyra verzieht nur einen Mundwinkel nach oben und schnaubt kurz Luft durch die Nase. "Das wohl! wie Ingalf sagen würde."

Als Sephyra versucht zum Ufer zu gelangen, stellt sie fest, dass es nur in einem relativ kleinen Bereich um die Einmündung sumpfig ist. ein paar hundert Schritt ober- und unterhalb der Einmündung ist das Ufer fest.

Das Wasser fühlt sich relativ warm an, wenn es nicht so trüb wäre, dass Sephyra kaum ihre Hand im Wasser sieht, könnte man sicherlich herrlich Schwimmen, so aber?

"War das Wasser vorhin nicht klarer? Ich meine bei den Ameisen." überlegt er laut. "Vielleicht sollten wir noch ein Stück weitergehen und schauen wie sich der Fluss entwickelt. Vielleicht finden wir ja eine Furt oder eine verengte Stelle."

Randirion schaut über die Wasseroberfläche. "Also, ich würde es vorziehen, diese Brühe nicht durchwaten oder durchschwimmen zu müssen.

Man sieht darin die Hand vor Augen nicht und wer weiß, welch wunderliches Getier darin unterwegs ist?"

Nachdenklich massiert er sein unrasiertes Kinn.

"Es sollte doch einen Übergang geben, könnte man vermuten …" sinniert er laut. "Wie sind die jungen Ameisen über den Fluss gekommen? Vielleicht sollten wir, bevor wir uns in die Fluten stürzen, noch flussaufwärts nach einem trockenen Übergang suchen," schlägt er vor, schaut sich aber auch aufmerksam nach etwas um, das den Jungtieren als Floß hätte gedient haben und vom Fluss mit fortgerissen worden sein können.

"Ja, ich glaube auch. Und irgendwie müssen die Ameisen tatsächlich auf diese Seite gelangt sein." nimmt sie Randirions Überlegungen auf.

"Wie kommen Ameisen über einen Fluss? … Wie kommen Ameisen …? Ein Tunnel! Ameisen graben Gänge. Bestimmt sind sie über einen unterirdischen Gang oder so etwas auf diese Seite gelangt, der Gang ist eingestürzt oder voll Wasser gelaufen."

Stolz lächelt Sephyra über ihre Idee, nur dass sie ihnen nicht weiterhilft.

"Aber wenn die Tiere nicht zurück können, dann wir auch nicht. Also sollten wir wohl zurück und flussaufwärts suchen." ist sie mit den anderen einer Meinung.

Frumol hört Sephyras Ausführungen zu. "Sie schwimmen." sagt er einfach.

Diese Antwort trägt ihm eines von Sephyras berühmt-berüchtigten Stirnrunzeln ein. "Aha." macht sie bloß, ohne das Thema weiter zu vertiefen.

"Wenn Ihr Euch da mal nicht irrt, Meister Pellocke," lässt sich Randirion vernehmen. "Wenn es so wäre, warum sind nicht die Alt-Tiere zu ihnen hinüber respektive die Jungtiere wieder zurück geschwommen? Die Tiere waren recht aufgeregt. Vielleicht ist ein denkbarer Tunnel tatsächlich eingestürzt und dadurch selbst für die Jungtiere zu eng geworden, ließe uns jedoch noch passieren. Er muss ja nicht voll Wasser gelaufen sein. Wir sollten diese Möglichkeit nicht außer acht lassen, wollen wir trockenen Fußes diesen Fluss queren."

"Warum sollte ich mich irren? Hab Ihr noch nie Ameisen auf einer Insel in einer Pfütze gesetzt? Zuerst laufen wie wie irre im Kreis herum und schließlich gehen sie ins Wasser." erklärt er dem Besserwisser.

"Nein, wozu sollte es auch gut sein, die Tiere zu ärgern," entgegnet Randirion. "Verzeiht meinen Einwand, aber bei einer Pfütze handelt es sich um ein flaches, stehendes Gewässer, nicht zu vergleichen mit einem tiefen, strömenden Fluss. Und die uns bekannten Ameisen sind um ein vielfaches kleiner und leichter als diese monströsen Riesen. Ich halte es durchaus für annehmbar, dass die Tiere sich Gänge gegraben haben, um das diesseitige Gelände besiedeln zu können. Aber fragen wir doch einfach unseren naturkundigen, neuen Begleiter," und damit wendet sich der Cavalliere an Edric. "Denkt Ihr, dass diese Ameisen schwimmen könnten, Monsieur Edric?"

"Vielleicht gehen Sie nicht ins Wasser, weil es aufgrund der Strömung zu unsicher ist, oder sie haben die Jungtiere nicht genau identifiziert? Ich weiß schließlich nicht, wie gut Ameisen sehen können … Oder es lauert eine Gefahr im Wasser?" fragt er ihn weiter.

"Das lässt sich alles durchaus vermuten," erwidert Randirion. "Doch sie standen den Jungtieren gegenüber, also werden sie sie wahrgenommen haben. Und wie sollten sie die Strömung prüfen, ohne gleich abgetrieben zu werden? Was uns im Übrigen, sollten wir Eure Fahrt mit einem der Riesenblätter in Erwägung ziehen, so wir welche finden, ebenfalls blühen könnte. Inklusive der Gefahr, die im Wasser lauern könnte."

"Habt ihr denn einen Tunnelgang gesehen? Und ihr seid Euch sicher, dass ihr bäuchlings durch den Matsch robben wollt?" ergänzt er.

Zwar sind die Ameisen erheblich größer als in Aventurien, doch werden ihre Gänge für einen Menschen recht klein sein.

"Haben wir nach einem solchen bisher Ausschau gehalten?" kontert Randirion mit einer Gegenfrage, mittlerweile leicht pikiert. "Dass wir eventuell auf allen Vieren voran müssen, könnte uns durchaus blühen, doch wo eine 2 Schritt lange Ameise in der Größe eines Löwen hindurch passt, sollte es auch uns möglich sein, entlang zu kommen. Aber wenn Ihr eine bessere Idee habt, dann lasst sie hören, wir haben ja Zeit, den Fluss von der Quelle bis zur Mündung zu erforschen," schließt er mit ironischem Tonfall ab.

"Eben dieses werde ich versuchen. Zumindest in Richtung Mündung. Ihr könnt währenddessen einen Gang unter dem Fluss hindurch suchen. Wir werden dann sehen, wer zuerst auf der anderen Flussseite ist." entgegnet ihm Frumol genervt.

"Wir sollten uns wohl besser nicht trennen," gibt Randirion nun kurz angebunden zu bedenken.

"Na dann komm doch mit" fordert ihn Frumol mit einem Grinsen auf.

"Auch das, wenn es die Situation erfordert," weicht Randirion mit ernster Miene aus.

'Was hat er denn?' fragt sich Frumol.

Er richtet sich wieder auf und schaut sich um. "Können wir nicht eins dieser Riesen-Blätter als Floß nutzen? Das ist bestimmt schneller, als wenn wir versuchen Bäume zu fällen."

"Klingt gut, aber dann brauchen wir sicher jeder ein eigenes Blatt. Und ich weiß nicht, wie das bei Dir ist, aber ich glaube kaum, eins steuern zu können …"

"Das bliebe uns ebenfalls noch als Möglichkeit, sollte sich Madame Lunos …", der Cavalliere macht eine leichte Verbeugung in Sephyras Richtung. "… Hypothese bewahrheiten."

"Vor allem, da wir keine Axt haben …" fügt er grinsend hinzu.

Auch Edric stehen anhand der vorgeschlagenen Möglichkeiten die Fragezeichen ins Gesicht geschrieben. Jedoch schenkt er Ingalf einen entschuldigenden Blick, wegen der Axt-Geschichte und macht sich eine gedankliche Notiz was eine "Orknase" ist, und dass es sich nicht um eine Axt handelt, trotz augenscheinlicher Ähnlichkeit.

Sephyra verkneift sich ein Grinsen.

"Vielleicht hast Du Recht, Frumol, und wir sollten lieber dem Fluss noch ein Stück folgen. Denn sonst müssen wir wieder an den Ameisen vorbei.

Andererseits kommen wir wohl so nicht hinter das Geheimnis der Flussüberquerung der Ameisen."

Sephyra ist entschlossen, sie wird Frumol folgen, egal, in welche Richtung er sich wenden wird.

"Dann ist ja alles geklärt." Er wendet sich um und geht an dem Flusslauf voran - immer dem Wasser folgend - auf der Suche nach eine günstigen Möglichkeit den Fluss zu überqueren.

Randirion starrt, ohne zu antworten, auf das trübe Wasser des Flusses. Dann schweift sein Blick hinüber zu der Bergkette, wo sie das Dorf der Mächtigen mit dem Tor vermuten. Hoffentlich finden sie bald den Weg zurück in ihre Zivilisation … Er sehnt sich nach gepflegter Konversation und höflichen Umgangsformen, einem erfrischenden Bad und einer gründlichen Rasur. Statt eines Schatzes, den sie mit der verdienten Schatzkarte zu finden gehofft hatten, stolpern sie nun hier in einer fremden Welt mit monströsen Kreaturen herum, ohne zu wissen, ob und wie sie zurückkehren können. Der Cavalliere verzieht gequält das Gesicht, entspannt und entlädt seine Balestrina, kontrolliert ihre Funktionsfähigkeit und macht sie anschließend wieder einsatzfähig. Wie gewohnt hält er sie in der linken Hand, während er der Gruppe flussabwärts folgt.

"Vielleicht gibt es hier sogar eine Brücke", mutmaßt er. Schließlich machten die Echsenmenschen einen recht zivilisierten Eindruck. Warum sollten sie also immer durch den Fluss schwimmen?

Ein solche Brücke legt dann aber wiederum auch einen Brückenzoll nahe. Und wie der zu entrichten ist, ist Frumol schleierhaft, denn schließlich haben sie keine hier üblichen Zahlungsmittel …

Doch diese Gedanken behält er vorläufig für sich.

"Das wäre fast zu schön, um wahr zu sein," sinniert Randirion skeptisch, während er aufmerksam das Flussufer und die Umgebung beobachtet.

Frumols Ahnung scheint sich nach einer weiteren halben Stunde zu bewahrheiten: In einiger Entfernung spannt sich eine Brücke über den Fluss.

Und diese Brücke wird bewacht. Es sind mehrere humanoide Wesen, ob es sich um die Watabh, um die Echsenmenschen oder eine neue Spezies handelt, können die Gefährten aus dieser Entfernung noch nicht mit Sicherheit erkennen.

'Dann hat sich mein Verdacht bestätigt.' denkt er. 'Wachen und Brückenzoll …'

Noch wurden die Helden nicht bemerkt.

"Vielleicht ist das eine Handelstraße", überlegt Frumol laut, während er die Umgebung genauer betrachtet.

"Egal, was es ist. Wir werden wohl ohne nasse Füße über den Fluss kommen." erwidert Sephyra.

Dann stutzt sie: "Weshalb wird die Brücke bewacht?" fragt sie. "Wegzoll? Oder herrschen hier 'Andergaster Verhältnisse'?"

"Keine Ahnung." antwortet Frumol. "Aber das herauszufinden dürfte uns nicht schwer fallen."

Als sich die Helden der Brücke nähern, erkennen sie, dass es sich bei den Wesen um drei mit Speeren bewaffnete Watabh, in einer Art Lederrüstung bekleidet, handelt.

Weiterhin erkennen die Helden einen Trampelpfad, der sich auf dieser Flussseite, flussaufwärts bis zur Brücke hinzieht.

Die drei bewachen offensichtlich den Übergang über die Holzbrücke und beobachten hauptsächlich den Trampelpfad, daher wurden die Helden noch nicht bemerkt.

"Na dann is ja alles geritzt. Die Watabh sin' ja nu nen nettes Völkchen, un' den Edric hier müssen sie ja auch kennen. So kommen wir ja trocken un' wohlbehalten rüber." freut sich Ingalf über diese Erkenntnis.

"Dir ist aber schon aufgefallen, dass bewaffnet sind und keinesfalls so friedlich aussehen wie auf dem Baum?" entgegnet Frumol, den ein böses Gefühl beschleicht.

"Ob das die männlichen Watabh sind?" vermutet er.

"Ja un'? Wir sin' doch auch bewaffnet, oder? Un' außerdem sin 's nur 3, also keine echte Gefahr, die Jungs."

Edric, der den anderen immer im Hintergrund gefolgt ist, tritt auf den Trampelpfad hinaus.

Mit einem Lächeln und leicht geöffneten Armen tritt er auf die Watabh zu und spricht sie in Ihrer Sprache an. Er hofft dass sie die wenigen Brocken verstehen: "Seid gegrüßt … Warum bewachen? Wir wollen Dorf Mächtige … suchen Tor zu Hause … Wir dürfen drüben?"

"Siehste Frumol, der Edric kennt sich mit die Watabh schon aus un' macht das, keine Bange."

Die Helden hätten nicht ganz so sorglos auf die Watabh loslegen sollen, denn diese senken ihre Speere und ziehen sich auf die Brücke zurück. Damit ist die Brücke versperrt.

Edric versteht etwas von "Gmul … schützen den Tempel … keiner darf passieren"

Ingalf schaut leicht konsterniert. "Was ham die denn?"

"Ne, wir müssen darüber, geht nich' anders. Verklicker denen das ma'. Erst Ameisen un' nu sowat. Ich krieg hier noch zuviel von dem … dem … irgendwat wo wir sin'."

"Siehste Seebär! So etwas hatte ich befürchtet." antwortet ihm Frumol und verzieht die Mundwinkel.

"Und jetzt willste die Waffen schwingen?"

"Edric, was haben sie gesagt?" fragt er interessiert, da er die Worte nicht verstanden hat.

Unbemerkt lässt Sephyra einen der Wurfdolche in ihre Wurfhand gleiten und hält sich an Frumols Seite. 'Bereit sein ist alles.' denkt sie sich.

Nach außen hin versucht sie einen lockeren Eindruck zu erwecken und keinesfalls eine bedrohende Haltung gegenüber den Watabh einzunehmen.

"Zut alors!" Leise stößt Randirion einen Fluch aus. Das hat er kommen sehen, als Edric so plötzlich auf die Wachen zugegangen ist. Die Waffen der Einheimischen haben bei ihm gleich das ungute Gefühl hinterlassen, dass sie diese nicht nur zur Schau tragen.

"Jetzt wissen wir zumindest, wo wir hin müssen. Dort hinten muss ein Tempel liegen." Er überlegt einem Moment und fragt dann in die Runde: "Haben wir irgend etwas bei uns, ein Symbol oder ähnliches, dass uns als Zugehörige der Tempelbetreiber ausweisen könnte?"

"Meint Ihr etwa, wir könnten uns als 'die Mächtigen' ausgeben? Und wer sagt uns denn, dass dieser 'Tempel' das ist, wohin wir müssen?" fragt Sephyra zurück. Aber gleich fügt sie hinzu: "Verzeiht, Ihr könnt ja nichts dafür. Aber offenbar geht es dort nur zu diesem Tempel. Ob das unser gesuchtes Dorf ist?" Der letzte Teil war fast schon ein Selbstgespräch.

Geduldig beantwortet Randirion ihre Fragen eine nach der anderen.

"Vielleicht, wir könnten versuchen, uns als Kundige auszuweisen. Wir könnten ihnen ein Bild des gehörnten Götzen aufzeichnen oder dieses Quadrat-im-Kreis Symbol, welches wir auf den Sandsteinreliefs gesehen haben."

Er unterbricht sich und überlegt, dass sie die Dämonenstatue vielleicht besser doch nicht hätten zerschlagen, sondern einstecken sollen, auch wenn sie nicht zwölfgöttergefällig war. Aber damals wussten sie ja noch nicht, was sie anstelle eines Schatzes erwartet.

"Und ich mag mit meinen Vermutungen falsch liegen, aber wir betraten diese Welt durch ein Tor in einem Kloster, daher wäre es nicht ungewöhnlich, sie durch ein Tor in einem Tempel zu verlassen. Zudem erhielten die Watabh auf dem Baum die Anweisung, das Tor zu bewachen und diese hier sind ebenfalls derart instruiert, nur scheinen sie ihre Aufgabe ernster zu nehmen."

Er unterbricht sich kurz und meint dann zu Edric: "Könnt Ihr die Wachen nach einem Dorf fragen, damit wir sicher sein können?"

Natürlich übersetzt Edric. Aber wirklich schlauer ist er nicht geworden. Er wendet sich nochmal an die Drei von der Brücke und versucht ihnen einerseits eine bessere Erklärung entlocken, andererseits versucht er klarzumachen, dass die Gruppe mit Empfehlung von den Ältesten und von Feizal kommt. Er gestikuliert was das Zeug hält und lässt nichts unversucht sich verständlich zu machen.

Als Edric auf die Watabh einreden, hören diese erstmal zu, dann stecken sie die Köpfe zusammen und tuscheln leise.

Nach einiger Zeit scheinen sie mit ihrer Beratung zu Ende zu sein, stellen sich wieder mit gesenkten Speeren mitten auf der Brücke auf und einer redet auf Edric ein: "Keiner darf zum Tor, kein Gmul, kein Fremder, nur Watabh!"

Und jetzt erkennt Edric auch seinen Fehler, denn auf Watabh klingen die Worte "Tor" und "Tempel" fast gleich.

Edric übersetzt den Helden die Worte der Watabh, dabei erklärt er auch, dass die Worte "Tor" und "Tempel" für die Watabh sehr ähnlich klingen und daher wohl wirklich das gesuchte Tor auf der anderen Flussseite zu finden ist. Nur dazwischen sind die drei Watabh, die die Gefährten nicht hinüber lassen.

Nach der von Edric erfolgten Übersetzung lässt Sephyra leicht die Schultern sinken und sieht sich um. "Pff. Haben wir noch eine andere Möglichkeit?" fragt sie in die Runde.

Auch Frumol schaut wenig begeistert drein, nachdem sich die Watabh so beharrlich weigern, die Brücke freizugeben.

"Schwimmen?" antwortet er etwas abwesend auf Sephyras Frage.

'Vielleicht gibt es eine weiterer Brücke, oder eine seichte Stelle', überlegt er weiter. 'Sie zu überreden scheint ihm kaum möglich, da die Sprachbarriere zu groß ist. Andererseits scheinen die Watabh ein wenig unentschlossen. Vielleicht lassen sie uns passieren, wenn die richtigen Worte fallen …'

Eine Auseinandersetzung möchte er auf keinen Fall provozieren.

Auf der Suche nach einer anderen Möglichkeit schaut sich den Fluss und das Wasser genauer an.

"Schwimmen?" echot Randirion, in seiner Stimme schwingt nur wenig Begeisterung mit. Der Cavalliere betrachtet skeptisch den Fluss. 'Das kann doch nicht sein Ernst sein', sinniert er, und überlegt, was nun unangenehmer sein könnte, eine Auseinandersetzung mit den bewaffneten Watabh oder eine Begegnung mit noch unbekannten, vielleicht noch unfreundlicheren Kreaturen im Wasser. Er schaut in die Runde. Sie sind zu fünft, es sollte doch möglich, die drei Wachen davon zu überzeugen, ihnen den Weg frei zu machen …

"Edric, bitte übersetzt das Folgende möglichst einfach an die Watabh. Ich habe da eine Idee." schnell setzt Sephyra den anderen ihren Einfall auseinander: "Feizal sagte uns doch, dass die Watabh gar nicht mehr wissen würden, warum sie das Tor - oder hier den Tempel - bewachen.

Richtig? Richtig. Warum den Watabh nicht klar machen, dass sie ihn für uns und unsere sichere Heimkehr nach, äh, nach Valhalla …" ein Grinsen an Ingalf, "oder sonst wohin beschützen?"

Langsam formt sich vor ihrem Geistigen Auge die Formulierung: "Edric, sagt: 'Verehrte Wächter. Wir kommen, um heimzukehren. Wir danken für die Wache. Wir danken für die Sicherheit. Wenn wir passiert haben und heimgekehrt sind, verschließt das Tor und Eure Aufgabe ist erfüllt.' - sagt ihnen genau das!"

Gespannt wartet Sephyra auf die Übersetzung.

"Hmm, das wird schwierig." sagt Edric, dann wendet er sich den Watabh zu und versucht Sephyras Rede sinngemäß zu übersetzen.

Als er damit fertig ist, stecken die drei Watabh wieder die Köpfe zusammen und tuscheln aufgeregt miteinander. Sie zeigen auf die Helden, deuten auf die Berge, schütteln ihre Speere. Ihre Reden werden immer aufgeregter, anscheinend sind sie sich nicht einig, wie sie sich weiter verhalten sollen.

"Nicht schlecht." mischt sich Frumol ein. "Aber was ist mit Feizal? Wir sollten ihm doch ein Zeichen schicken, wenn wir zurückgekommen sind. Wenn die Watabh das Tor verschließen, hat er keine Möglichkeit mehr dazu."

"Wer ist Dir wichtiger, Feizal oder wir selbst? Die Frage lautet doch wohl: Können die Watabh das Tor überhaupt verschließen? Und wenn wir überhaupt nicht zurück kommen, bleibt diese Frage sowie so theoretisch, oder?" erwidert sie.

"Außerdem schien mir Feizal recht glücklich zu sein, den Stammesfürsten abzugeben." meint sie.

Da von den Gefährten während der Diskussion keine Reaktion kam, wendet sich der Sprecher der Watabh an Edric: "Wenn ihr wirklich die seit auf die wir gewartet haben, dann kennt ihr auch das Zeichen!"

Er zieht sich daraufhin wieder zu den anderen auf die Brücke zurück. Die Speere sind nicht mehr auf die Helden gesenkt, aber trotzdem blicken die Watabh eher noch feindliche bis skeptisch drein.

Nachdem Edric wieder übersetzt hat, blickt Randirion fragend in die Runde. "Ob er dieses Quadrat-im-Kreis-Symbol meinen könnte? Oder fällt euch noch ein anderes Zeichen ein? Wir sollten jetzt keinen Fehler machen, würde ich meinen," sinniert er laut.

Sephyra überlegt. "Nein, an ein anderes Symbol kann ich mich auch nicht erinnern." antwortet sie. "Wollen wir ihnen das vorschlagen? Denn wenn wir jetzt zu lange überlegen und vielleicht noch beratschlagen, könnte das eher schädlicher sein, als spontan zu antworten." gibt sie ihre Meinung kund.

Sollte darauf nicht schnell eine konstruktive Kritik oder Anmerkung von den anderen kommen, wird sie Ingalf auffordern, das Symbol in den Staub des Wegs zu zeichnen. 'Er kann das irgendwie besser …'

"Wir sollten es versuchen", stimmt Frumol dem Vorschlag zu, obwohl in ihm Zweifel keimen. Sephyra hat auf jeden Fall recht damit, dass sie keine unnötigen Diskussionen führen sollten.

"Hmm, klingt gut, aber vielleicht doch der Dämonenschlund?" gibt Ingalf zu bedenken.

"Ich hoffe nicht." spricht Frumol.

"Bitte male das Zeichen." fordert er den Seefahrer auf.

Edric ist nur verwirrt und sagt nichts.

Frumol schaut abwartend in die Runde und beobachtet anschließend mit einem überzeugten Lächeln die drei Watabh.

"Versucht es zuerst mit dem Quadrat-im-Kreis-Symbol," äußert sich nun Randirion, "es ist einfach zu erkennen und wir haben es sowohl auf den Sandsteinreliefs als auch auf den Kutten der Mönche gesehen."

Auffordernd nickt er dem Thorwaler zu. Seine Balestrina hat er schussbereit in der Hand und unauffällig lockert er sein Rapier. Für alle Fälle …

Wenn die Gruppe bei dem Quadrat/ Kreis-Zeichen bleibt wird Ingalf es selbstredend so gut er kann in den Sand zeichnen.

Da die Gefährten zugestimmt haben, fängt Ingalf an mit dem Zeichnen. Die Watabh treten näher heran, als er mit dem Kreis beginnt.

Als er dann das Quadrat in den Kreis einschreibt, beginnen die Watabh wieder zu tuscheln. Sie schauen sich kurz an und ziehen sich dann wieder auf die Brücke zurück, wo sie wieder die Köpfe zusammenstecken und beraten.

Als sich die Watabh wieder zurückziehen wird Frumol nervös.

'Warum beraten sie sich? War das Zeichen falsch? Haben sie einen anderen Verdacht? Was überhaupt ist ein Gmul?' er hat den Verdacht, dass sie hier nicht den Fluss überqueren können …

Nervös bewegen sich seine langen, spindeldürren Finger scheinbar ziellos, bleiben jedoch in Reichweite der Dolchgriffe - seine Nervosität ist ihm anzusehen.

Unruhig scharrt er mit den Füßen auf dem Boden und wartet auf die Dinge die nun folgen. 'Hoffentlich keine Auseinandersetzung', denkt er mit einem Blick auf die furchteinflößenden Waffen der drei Watabh.

Nach einigen weiteren Minuten der Beratung kommen die Watabh wieder zurück und der Sprecher erklärt Edric: "Nun, Fremde, ihr kennt das Zeichen des Tors, aber ihr seit nicht so gekleidet, wie die Mächtigen! Wir wollen euch aber trotzdem noch eine Möglichkeit geben, ungehindert weiter zuziehen. Ihr müsst uns noch zeichnen, wie das Tor der Mächtigen - durch das ihr kamt aussieht. Der nur die Mächtigen kennen die Zeichen /und/ das Tor!

Wenn ihr das nicht könnt, dann solltet ihr schnellstens weiterziehen!"

Er macht eine ziemlich eindeutige Geste mit dem Speer, was sonst wohl passieren würde.

Dann tritt er wieder zurück zu den anderen.

Edric muss seine ganzen Sprachkenntnisse in Watabh zusammennehmen und den Gefährten das Ergebnis mitteilen - die Geste mit dem Speer aber haben alle verstanden.

Ingalf zuckt nach Edrics Übersetzung mit den Schultern und beginnt den Dämonenschlund aus dem Kloster so gut er kann zu zeichnen, daneben malt er noch eine symbolisierte Darstellung des Ankunftkreises im Baum. 'Sicher ist sicher, wer weiß was die meinen.' denkt er während der Arbeit.

Der Cavalliere schaut wortlos zu, wie Ingalf auch noch die Fratze aufzeichnet und nickt zustimmend, als er das Ergebnis betrachtet.

Gespannt beobachtet er, wie sich die drei Wächter nun verhalten werden.

Interessiert sieht Sephyra ihm über die Schulter und nickt dann offen mit dem Kopf, ganz so, als ob sie genau wüsste, was die Watabh wollen.

Als er fertig ist, lobt sie ihn: "Gut gemacht, Navigator!" Sie lächelt die Watabh-Wächter an und weist dann auf die Zeichnung: "Hier, und nun lasst uns durch! - Bitte übersetzt das, Edric." fordert sie ihn auf.

Aber Edric braucht gar nicht mehr zu übersetzen. Als Ingalf mit seinem Bild fertig ist, schauen sich die Watabh das Ergebnis an und als sie den Kopf des Gehörnten erkennen, schauen sie sich kurz an und verneigen sich vor den Gefährten.

Dann geben sie den Weg über die Brücke frei.

"Und wohin jetzt?" fragt Edric, als alle über die Brücke sind.

Vor der Gruppe erstreckt sich Hügelland mit Heide, Gras, Büschen und wenigen Bäumen. Kein Weg ist zu sehen.

Frumol nickt anerkennend und entspannt sich nach den Worten der Wächter ein wenig, da die erste Hürde erfolgreich genommen wurde.

"Auf die Berge zu, nach Norden. Oder?" fragt sie, hauptsächlich an Ingalf gerichtet.

"Das denke ich auch. Lasst uns so weit wie möglich dem Pfad folgen." mischt sich Frumol ein.

Einen richtigen Pfad gibt es nicht. Die Helden können nur die eine oder andere Fußspur erkennen.

"Die meisten Spuren führen hier am Fluss entlang Richtung Osten", erklärt Edric, nachdem er die Spuren untersucht hat.

"Naja, da die Berge im Nordosten sin', wär dat wohl gar nich' man so schlecht. Müssen wir halt nur irgendwann mal tatsächlich nach Norden." grinst Ingalf und folgt dem nächstbesten Trampelpfad.