Shantalia steigt in einen Kellerraum, der genau so groß wie die direkt darüber liegende Küche ist. In der kurzen Wand, an die die Leiter gelehnt ist, befindet sich eine Tür, auch diese genau unter der in der Küche darüber liegenden, die bislang ja noch nicht geöffnet worden ist.

Die Kellerdecke ist niedrig, Shantalia stößt aber nicht mit dem Kopf an.

In Regalen an den Wänden stehen Töpfe. Es gibt noch einige Holzkisten. Ein typischer Vorratsraum.

Shantalia lauscht, ob sie die Geräusche noch einmal hört und aus welcher Richtung sie kommen.

Sie hört nichts.

Sie versucht die Tür zu öffnen

In dem Moment ertönt hinter Shantalia ein Knall.

Erschrocken dreht sie sich um.

Ein Topf ist von einem Regal gefallen. Jetzt liegen Sauerkraut und Scherben auf dem Kellerboden.

Kurz schüttelt sie verwundert den Kopf und ruft Ihre Gefährten: "Haltet Ihr mir bitte mal den Rücken frei?!"

Dann wendet sie sich wieder der Tür zu um sie zu öffnen

"Ja, ich passe auf", verspricht Celissa, obwohl sie gegen die Zauber in diesem Haus ja doch nichts ausrichten kann.

"Bien entendu! Was ist denn geschehen?" ruft Randirion von oben aus der Küche. Da Leirix noch die Sicht auf den Keller versperrt, kann er nicht sehen, was sich unten ereignet. Er tippt dem Schreiber ungeduldig auf die Schulter. "Seid so gut und gebt den Abstieg frei", fordert er ihn auf.

"Da ist ein Topf vom Regal gefallen, einfach so", berichtet Leirix mit entgeistertem Gesichtsausdruck. "Bitteschön!" Er macht Randirion den Weg frei.

"Man dankt", erwidert der Cavalliere gefasst und steigt vorerst nur eine Stufe hinab. "Ich verlasse mich auf Euch …"

An Shantalia gerichtet, die an einer Tür steht, fragt er neugierig: "Was liegt dort vor Euch, Domna?"

"Nur eine weitere Tür, ich geh mal rein."

Die Donna versucht die Tür zu öffnen

Der Flur

Hinter der Tür ist ein unbeleuchteter zwei Schritt breiter nach rechts verlaufender Flur. Direkt gegenüber von Shantalias Tür befindet sich eine weitere. Wie weiter Flur nach rechts geht, ist im ersten Moment unklar.

Der Boden des Flurs besteht aus fest gestampftem Lehm, die Wände aus unverputztem Ziegelmauerwerk, die Luft riecht dumpf und modrig.

"Hier ist ein Gang, ich schau mich mal um." ruft die Donna über Ihre Schulter und geht zur gegenüberliegenden Tür, um sie zu öffnen

"Seid vorsichtig und gebt kund, sobald wir Euch folgen können!" warnt sie Randirion eindringlich und wirft den Kobolden einen forschenden Blick zu. Er kann sich noch nicht entschließen, seine Position aufzugeben und ihre Sicherheit in Leirix Hände zu legen. Zudem ist Celissa noch in seiner Sichtweite.

*Plopp* die Kobolde verschwinden vor Randirions Augen.

Der Weinkeller

Hinter der Tür ist ein kleiner Raum.

An den hohen, bis oben gefüllten Regalen, die die ganze der Tür gegenüberliegende Wand ausfüllen, ist zu sehen, dass Rastburger neben dem Geldverdienen noch eine zweite Leidenschaft kennt: das Sammeln von Weinen.

Neugierig nähert sie sich dem Regal und betrachtet es genauer.

Was sofort auffällt: Es liegen hier sehr viele verschiedene Weine, und dem Staub nach müssen einige der Weine auch schon einige Jahre hier liegen. Allein die handgemalten und auf die Flaschen geklebten Etiketten sind eine Freude für das Auge. Namen wie "Felsteufel", "Elfenrebe", "Drachenmilch" oder "Jerganer Bärenfang" liest Shantalia. Sie kennt sich aber nicht genügend mit Wein aus, um die Weine im Einzelnen würdigen zu können.

Die Donna schaut sich nach weiterem im Raum um.

Das hier ist eindeutig nur ein Weinkeller.

Die Donna kehrt enttäuscht zu den Anderen zurück.

"Und, was ist da noch?" fragt Celissa.

"Wirklich nur Wein."

"Tja, dann …" Celissa dreht um und steigt wieder hoch in die Küche.

"Wo sind die Kobolde?" fragt sie Randirion erstaunt.

"Plötzlich verschwunden", antwortet der Cavalliere nachdenklich. "Doch nehme ich an, dass ihre Anwesenheit damit nicht beendet ist." Er wendet sich an Shantalia. "Dort unten ist also nur noch ein Weinkeller? Gut, dann inspizieren wir die weiteren Räume dieses Hauses." Er geht zu der anderen Tür in der Küche, hinter die sie bisher noch nicht geschaut hatten.

"Vielleicht sind sie nur unsichtbar?" vermutet Celissa und schaut sich sinnloser weise noch einmal um. Sie muss an das scharfe Messer in der Hand des einen Kobolds denken.

Es sieht wirklich so aus, als ob die Kobolde alles stehen- und liegengelassen und dann das Weite gesucht haben.

"Wer weiß", entgegnet der Cavalliere, abgelenkt durch die Tür, die er sich genauer besieht und zu öffnen versucht.

Das Badezimmer

Hinter der Tür befindet sich das 3 x 4 Schritt große Badezimmer. Durch einen schmalen Fensterschlitz in der Nordwand dringt Licht herein. Die Einrichtung besteht aus einem großen Badezuber und einer kleinen Kommode, auf der eine große Kanne und eine Waschschüssel - beide aus weißem Porzellan - abgestellt sind.

"Hier hätten wir als das Bad", stellt er fest. "Praktisch für die Warmwasserzufuhr gelegen, schlicht eingerichtet. Ich werde mich kurz darin umsehen, achtet bitte auf die Tür, Celissa, einen weiteren Zugang kann ich im Moment nicht erblicken", bittet er seine Gefährtin und betritt den Raum, um sich die Kommode näher anzusehen.

Derweil im Keller

Die Donna geht nach oben und folgt dem Cavalliere.

Dass sie bislang nur ein Ende des Flures unten im Keller untersucht hat, und dass im Weinkeller nichts zu finden war, was ein Poltern erklären könnte, hat Shantalia für den Moment völlig vergessen.

Plötzlich bleibt sie stehen, da war doch noch was. Sie geht zu den Wänden des Hauptkellerraumes und klopft sie kräftig ab.

Das dauert seine Zeit.

Das Badezimmer - 2. Teil

"Mache ich", bestätigt Celissa.

Da passiert es auch schon: Wie von Geisterhand bewegt rutschen Kanne und Schüssel von der Kommode. Scherben fliegen, Wasser spritzt, aber ein Schaden entsteht Randirion nicht. "Huch!" ruft Leirix, der neugierig durch die offenstehende Tür geschaut hat.

Der Cavalliere weicht einen Schritt zurück und sieht sich reflexartig nach dem Verursacher um, bevor ihm dämmert, dass dies wohl ein Werk der Kobolde sein könnte. "Nun, meine Anwesenheit scheint hier nicht erwünscht", sinniert er. "Sei's drum …" Er lässt sich nicht abhalten, die Kommode weiteren Inspektionen zu unterziehen.

Randirion findet Unterwäsche, Toilettenartikel und Handtücher.

"Hier finden sich anscheinend nur die üblichen Accessoires für die Körperpflege", stellt er fest und wird, so sich an den Schubläden oder des Kommodeninnenraums nichts weiter auffälliges finden lässt, den Baderaum wieder verlassen.

Im Keller ist Shantalia immer noch dabei, die Wände zu beklopfen.

"Domna Shantalia?" ruft der Cavalliere zu ihr hinunter. "Gibt es dort unten noch etwas, dessen Spur wir weiter verfolgen sollten? Wenn nicht, würde ich mir gerne das Obergeschoss noch ansehen."

"Anscheinend gibt es nichts, ich komme." ruft die Donna und folgt der Stimme.

"Na, dann gehen wir hoch", stimmt Celissa zu.