Etwas nagt an Celissa. Shantalia hatte zwar gesagt, dass im Keller nichts zu finden war, aber sie hatte als einzige dort nachgeschaut. Und da es zuletzt keine Spukerscheinungen mehr gegeben hatte, macht sie sich allein auf, noch einmal selbst dort unten nachzuschauen.

In der Küche ist weiterhin alles ruhig, nur die Verwüstungen, die die Kobolde hinterlassen hatte, hat kein Heinzelmännchen beseitigt. Da in der Ecke ist die Falltür zum Keller.

Celissa öffnet die Falltür und steigt hinab.

Unten entzündet sie ihre kleine Laterne, schaut durch die Tür und geht wie Shantalia zuvor erst einmal in den Weinkeller. Sie sieht sich die Etiketten einiger Flaschen an und achtet darauf, ob vielleicht eine Flasche zu wenig Staub für ihr Alter angesammelt hat oder Wein einer unpassenden Qualität enthält.

Es fällt Celissa nichts auf, was den Eindruck stören könnte, dass es sich hier um einen wohl sortierten Weinkeller handelt - und nicht mehr als das.

Es bleibt noch der Gang zwischen Vorratskeller und Weinkeller.

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Diesem folgt sie dann.

Der Gang ist insgesamt nur 6 Schritt lang, aber kurz vor seinem Ende ist in der linken Wand noch eine weitere Tür. Ganz am Ende des Ganges ist ein wenig Gerümpel angehäuft: leere Körbe und Ballonflaschen, alte, zerbrochene Möbel.

Der Boden besteht aus fest gestampftem Lehm, die Wände aus unverputztem Ziegelmauerwerk, die Luft riecht dumpf und modrig.

Das Gerümpel schaut sich Celissa nur kurz an und hakt es dann als unwichtig ab. Sie öffnet die Tür.

Dahinter ist ein Raum, so groß wie der Vorratskeller. Er ist leer bis auf 3 große, halb zerfallene Schränke, die in der Zimmermitte zusammengeschoben sind.

In der Mitte der linken Wand ist ein Durchgang.

Celissa wundert sich, dass die Schränke in der Mitte stehen. Sie wirft aber erst einmal einen Blick durch den Durchgang, um von nichts überrascht zu werden.

Ein kahler Raum, in dem nur einsam eine große Truhe aus Weidengeflecht steht. Das ist alles.

Daraufhin betrachtet sie die Schränke genauer, ohne sie aber anzufassen. Sie befürchtet, dass sie bei Berührung zusammenbrechen könnten.

Es sieht wirklich so aus, als ob Celissas Vermutung stimmen könnte.

So lässt sie die Schränke in Ruhe und geht in den letzten Raum. Dort stellt sie ihre Laterne auf den Boden, zieht ihren Degen und hebt damit vorsichtig den Deckel der Truhe an.

Überrascht stellt Celissa fest, dass das nicht geht.

Sie tritt näher und versucht herauszufinden, warum nicht. Hat die Truhe etwa ein Schloss?

Der Deckel ist verklemmt. Als Celissa ihn mit ein bisschen Fummeln abhebt, findet sie leere Mehl- und Getreidesäcke - säuberlich zusammengelegt. Es riecht muffig.

Etwas enttäuscht fährt sie mit dem Degen durch die Säcke. Vielleicht ist ja noch etwas darunter versteckt …

Leider gibt es hier wirklich nichts interessantes.

Daraufhin schiebt sie noch die Truhe beiseite, falls etwa eine Falltür oder so unter ihr sein sollte.

Hier ist ganz bestimmt keine Falltür verborgen.

So gibt sie die Erkundung des Kellers auf und klettert wieder nach oben.

Im Erdgeschoss ist von ihren Gefährten nichts zu sehen. Aber aus dem ersten Stock sind Stimmen zu hören.

Celissa wartet erst einmal, ob ihre Freunde herunter kommen. Sie will nicht wankelmütig erscheinen, indem sie erst nach unten und nachher wieder nach oben geht.