Es ist eine gute Woche seit dem seltsamen Brief vergangen, und mittlerweile haben sich auch die Gesäße der Helden wieder an das längere reiten gewöhnt. Es führt eine kleine Straße, manchmal nur ein Pfad am linken Ufer des Großen Flusses entlang, dem die Gruppe bis zur Einmündung der Warna gefolgt ist. Ab dort hier es querfeldein durch Grasland nach Süden, dem hoch aufregenden Amboss-Gebirge entgegen.

Die Helden mussten ein wenig vom Fluss Abstand nehmen, da sich rechts und links von ihm ein sumpfiger Streifen erstreckt.

Bevor sie sich wegen des sumpfigen Geländes vom Fluss entfernen müssen, füllt Edric seinen Wasserschlauch noch einmal auf.

Im Südosten sind in einiger Entfernung ein paar hohe Felsklippen zu sehen. Nach der Karte müsste die Gruppe jetzt nach Osten abbiegen, wenn sie den Punkt A erreichen will.

Dieses teilt Ingalf, der ja bei den meisten Reisen der Helden für den Kurs verantwortlich war, den Gefährten mit. "Allerdings bin ich der Meinung, dass wir den Punkt E auch so finden, das wohl!" fügt er an, aber er wird sich der Meinung der Mehrheit fügen.

"Können wir denn nah genug am Fluss bleiben?" fragt der Hirte.

"Nach der Karte sollte der Sumpf bald aufhören, das wohl!" bestätigt Ingalf.

Ingalf schaut die anderen an. Was meinen die?

Rovena schweigt. Sie hat ihre Meinung, den vorgeschriebenen Pfad einzuschlagen, oft genug deutlich gemacht, denn sie nimmt an, dass Rohezals Turm nicht offensichtlich an einem der großen Wasserwege zu finden sein kann, sonst bräuchte er ja nicht so geheimnisvoll zu tun.

Aber bisher hat man ihre Bedenken nicht beachten wollen, daher nimmt sie auch nicht an, dass man jetzt auf sie hören wird.

"Ich denke, wir sollten so dicht als möglich am Fluss bleiben." erwidert Isinha nach einigem Nachdenken.

"Also nicht wie Rohezal es will?" fragt Ingalf sicherheitshalber nach. Ihm ist aufgefallen, dass Rovena nichts sagt und er hat in den Abenteuern gelernt, dass das nicht gut ist.

Der Magier zuckt mit den Schultern. "Bislang hatte ich Dich so verstanden, dass Du den Weg auch so findest." erklärt er dem Thorwaler. "Falls sich das geändert haben sollte, so können wir natürlich auch der Beschreibung folgen, die ich allerdings aufgrund der reimhaften Ergänzungen nicht vollständig erfasst habe. Meiner Erinnerung nach hatte wir bereits wenige Augenblicke später eine Vielzahl von Möglichkeiten …" weist Isinha auf den Ablauf des Treffens mit Tinker zurück.

"Ich bin mir sicher, dass ich es finde, wenn der vorletzte Reim, wie er es vermuten lässt, ein Steg am Fluss ist, das wohl!" bestätigt Ingalf. "Aber Du solltest doch die Magier besser kennen, vielleicht lässt er uns nur rein, wenn wir von jedem Ort ein Pfand mitbringen …"

"Als eine Art 'Eignungstest'?" Isinha klingt skeptisch. "Möglich, aber unwahrscheinlich. Er schien sehr darauf bedacht, dass wir auch tatsächlich kommen; er wird sich also vorab unserer Fähigkeiten versichert haben."

Edric nickt. Er kann es sich auch nicht vorstellen, dass der Magier nicht wusste, an wen er sich wendet, so dass er sie erst prüfen müsste.

Cadruel wendet sich der Hexe zu: "Feya, was denkst Du?"

Die smaragdgrünen Augen der Tochter Satuarias richten sich auf den Elf.

"Ich denke das, was ich schon gesagt habe", antwortet sie. "Der Bucklige meinte, dass nicht jeder wissen soll, wo der Turm des Erzmagus steht. Darum bin ich davon überzeugt, dass wir ihn nicht an dem großen Fluss finden werden, sondern weiter östlich vom Fluss, südlich unseres Ausgangspunktes A am nördlichen Rand des Gebirges auf der Karte. Wenn wir nicht bei diesem Ort anfangen, werden wir ihn nicht finden, sondern nur herumirren."

"Dann lass uns diesem Weg folgen, feya."

Cadruel wendet sein Pferd in die Richtung und reitet gemächlich los.

"Aye, das wohl!" Ingalf folgt ihm Richtung Osten auf den Hügel zu.

'Also ist Ingalf soo sehr davon überzeugt, seinen Weg zu finden …' denkt sich der Magier, während auch er langsam sein Pferd wieder in Bewegung setzt und den anderen folgt.

Edric glaubt zwar, dass Ingalf den Turm auch so gefunden hätte. Trotzdem ist er froh, dass sie den "richtigen" Weg und nicht die Abkürzung nehmen. Es ist doch ein ziemlich großes Gebiet, und wenn sie den Turm nicht gefunden hätten, hätten sie doch zurück zum Ausgangspunkt auf der Karte gemusst. Wer weiß, wie viel Zeit sie das gekostet hätte …

Cadruel wollte dem Weg auf der Karte folgen, wie Rovena es vorschlägt …

Er ist kurz nach Mittag, als die Gruppe den Flusslauf verlässt.

Punkt A

Die Landschaft ringsumher ist von niedrigem Buschwerk überwuchert. Und das bleibt die nächsten zwei Stunden so. Dann erreichen die Reiter ihr erstes Ziel: Aus dem Buschwerk erhebt sich eine mit hohen Blautannen bestandene Hügelgruppe.

"Blautannen", murmelt Rovena leise und etwas lauter: "Dort müsste der Ort sein, wo wir den ersten Hinweis erwarten dürften." Sie treibt Thalia an, die sich nun neben Cadruels Pferd hält.

Da Edric sich nicht weiter für das Gedicht interessiert hat, vertraut er seinen Gefährten, den richtigen Weg zu finden.

"Wie der wohl konkret aussehen wird …?" murmelt Isinha nahezu unhörbar und sieht sich aufmerksam um. Es wäre nicht das erste Mal, das so ein Ort für einen Hinterhalt Verwendung fände.

Irgendwo in den Blautannen sollte ein Eulennest oder so etwas ähnliches sein.

"Rovena, kann Deine Eule nicht die Eule finden?" fragt Ingalf die Hexe. "Oder soll ich mich wieder irgendwo schlafen legen, dass sie mich beißen kann?"

Die Hexe grinst bei dem Gedanken an die erste Begegnung mit der Mutter ihrer Vertrauten, dann legt sie nachdenklich den Kopf schief. "Ich denke schon, dass Surnia sie finden kann," meint sie und erinnert sich: "Aber stand in dem Rätsel nicht etwas von Mondschein? Zu der Zeit sind die Nachtjäger aktiv, vorher ruhen sie."

"Meinst Du nicht, dass es nur um die Beschreibung des Ortes also von 'nem Eulenbaum oder so geht, und nicht um die Zeit, wann wir den Ort erreichen sollen", antwortet Ingalf und schubbert seinen Bart.

"Wir können das Gebiet ja mal absuchen", schlägt Rovena vor. "Wenn Surnia einen anderen Nachtjäger ausmachen kann, wird sie es mich wissen lassen."

"Woran kann man denn einen Baum erkennen, auf dem Eulen wohnen?" fragt der Thorwaler und betrachtet die Bäume in seiner Umgebung.

"Schau auch auf den Boden", antwortet die junge Frau. "Da finden sich die Reste ihrer Mahlzeiten." Während ihre Stute sich langsam zwischen den Blautannen vorwärts bewegt, schweifen ihre Augen umher, suchen nach Höhlungen in den Stämmen und Gewölle am Boden. Surnia hockt aufmerksam auf ihrer Schulter, ihr Kopf ruckt hin und her, ihre großen Augen weiten sich in der leichten Dämmerung unter den hohen Bäumen. Sie weiß, wonach ihre Meisterin sucht und achtet auf jede Regung im Geäst der Bäume.

Cadruel sitzt ab und untersucht den Boden.

<<>>

Ingalf versucht vom Pferd aus irgendwelche Nester oder Eulenwohnungen in den unteren Ästen der Bäume zu erkennen. Da er sich mehr auf die Bäume als auf den Weg und seine Gefährten konzentriert, kommt er ein wenig aus der Richtung der Gefährten.

Ingalf findet keine Spur einer Eulenwohnung, dafür steht er auf einmal einem Grauwolf gegenüber. Der nimmt aber sofort reiß aus, als er Ingalfs gewahr wird.

<<>>

Auch Edric versucht Spuren zu finden. Sollte es die Bewaldung zulassen, wird er sich auch ein wenig von den anderen entfernen, aber nicht so weit, dass er sie nicht mehr sehen kann.

Edric ist wohl ein wenig unkonzentriert und blickt sich zu häufig nach seinen Gefährten um, jedenfalls entdeckt er überraschend wenige Spuren, die er zuordnen kann.

<<>>

Auch Isinha sitzt ab und bindet sein Tier lose an einen tief hängenden Ast, während er die Umgebung absucht.

<<>>

Sehr genau schaut sich Rovena um, als sie, Thalia am Zügel führend, mit Surnia auf der Schulter zwischen den hohen Tannen herum streift.

Eine alte besonders hohe Tanne, wahrscheinlich mehr als 40 Schritt, muss der gesuchte Baum sein. Fast gleichzeitig mit Rovena kommt Cadruel hier an. Es sind genau die von Rovena vorhergesagten Spuren zu finden, aber viel weniger als sie gedacht hat, was nicht verwunderlich ist. Der meiste Eulenabfall wird noch in den Tannenzweigen hängen.

Die junge Frau nickt dem Elf wissend zu. "Hier sollten wir genauer nachsehen", schlägt sie vor und lässt Surnia auf den gestreckten Arm klettern, von wo aus die Schädeleule die Schwingen ausbreitet und zur Erkundung des Baumes diesen umrundend aufsteigt.

In langsamen Kreisen umfliegt Surnia die Blautanne und steigt dabei immer weiter. Auf halber Höhe kehrt sie um und gleitet in großem Bogen zu Rovena zurück. Die Hexe bekommt von ihrer Vertrauten ein klares Bild gesendet: Ein großes Loch im Stamm. Da wohnt etwas größeres als ein Waldkauz.

"Da ist ein Loch im Stamm", lässt sie ihre Gefährten wissen und vermutet: "Ein ziemlich großes sogar. Es könnte die Nisthöhle einer großen Eule oder sogar eines Uhus sein." Lobend krault sie Surnia den Kopf.

Die Schädeleule lässt sich das gern geschehen.

Der Elf inspiziert die Tanne, ob er sie hochklettern kann.

Er zwängt sich zwischen die Äste, drängt zum Stamm. Ja, die Äste sind stark genug, ihn zu tragen. Aber es könnte eng werden.

Er steigt hoch.

Als Ingalf die Hexe rufen hört, gibt er seine Suche auf und folgt der Stimme zu dem Baum.

Edric tut es ihm gleich. Am Baum angekommen versucht er Federn zu entdecken, denn zumindest einen Uhu sollte er an diesen doch erkennen sollen.

Es sind leider keine wirklich charakteristischen Federn dabei.

"Was müssen wir jetzt tun, wenn wir den Baum gefunden haben?" fragt der Hirte die Gefährten, die den Rätseltext kennen.

Während Rovena den Elf und die Höhlung in der Tanne beobachtet, antwortet sie ihm: "Ich würde das Erwachen des Mondlichts abwarten."

"Und was machen wir dann? Und was, bis es so weit ist? Rast?" fragt Edric weiter. Wenn sie hier länger warten müssen, sollten die Tiere ein wenig gepflegt werden. Und auch ihm selbst würde eine Rast nicht schaden.

Die Idee jetzt schon bis in die Nacht zu warten gefällt Ingalf überhaupt nicht: "Edric, hast Du 'n Seil bei Dir? Dann können wir ihn sichern, das wohl!"

"Ja," antwortet Edric. "Aber meinst Du, dass wir das wirklich brauchen?"

Da in diesem Moment Rovena losfliegt, schüttelt Ingalf nur den Kopf. "Wohl nich' mehr!"

Zwischenzeitlich ist auch Isinha vom Rufen Rovenas "angelockt" am Baum angelangt und sieht dem emporkletternden Elf nach.

"Was tut er da?" stellt der Magier eine eigentlich überflüssige Frage, nur aus dem Tonfall können sie die pure Missbilligung dieses Tuns entnehmen.

"Etwas, was sehr gefährlich für ihn werden kann …" murmelt Rovena als Antwort und ruft dann etwas lauter zu dem Elf hinauf: "Komm zurück, Cadruel, bitte! Bedränge den Nachtjäger nicht. Wenn sie oder er eine Nachricht für uns hat, wird uns diese zur rechten Zeit überbracht! Überstürze nichts!" Surnia ist bereit, sofort aufzusteigen, sollte es nötig sein.

Ohne klettert Cadruel ein weiteres Wort. Er hat sich bis in fünf Schritt Höhe vorgearbeitet, da erreicht ihn Rovenas Ruf.

"Los, mach weiter, oder soll ich Dir helfen?" ruft Ingalf hinterher. Er will den Tag nutzen, um das Rätsel zu lösen, bei dem Tempo brauchen sie ja fast eine Woche bis sie zum Turm kämen.

Der Elf verharrt auf der Hälfte der Strecke und schaut fragend nach unten.

Kurz entschlossen, wegen der Ungeduld und dem Drängen ihrer Gefährten, steigt Rovena auf ihren Stab und stößt sich vom Boden ab. Surnia breitet sofort ihre Schwingen aus und fliegt ihr voran. Die Hexe gewinnt durch ihren kreisenden Flug um die Tanne an Höhe, lässt den auf 10 Schritt kauernden Elf hinter sich und hält auf die Höhlung in dem Stamm in 20 Schritt Höhe zu. Hier stehen die Äste nicht mehr so dicht, so dass sie einigermaßen bequem zwischen sie fliegen könnte, und sie sehen stark genug aus, dass sie die jungen Frau halten müssten, wenn sie darauf landet. Die Schädeleule macht es ihr vor und so wagt Rovena die Landung.

Daraufhin klettert Cadruel wieder nach unten.

Geschickt setzt sie auf dem Ast vor der Höhlung auf und schlingt sofort ihre Beine um das Holz, um sich Halt zu geben. Vorsichtig rutscht sie näher heran und linst in die Höhlung hinein, die groß genug wäre, einem Uhu ein sicheres Nest zu bieten. Sich der Gefahr bewusst, ist sie bereit, den Bewohner dieses geschützten Ortes sofort zu besänftigen, so sie ihn erblicken kann.

Da drin sitzt tatsächlich ein großer Uhu, der ob der Störung irritiert aber nicht aggressiv zu Rovena linst.

Sie schaut dem großen Nachtjäger sofort fest in die Augen und vollführt mit den Händen eine beschwichtigende Geste, woraufhin sich der Uhu wie im Halbschlaf nieder kauert und in einen Zustand der Lethargie verfällt. Nun greift die Hexe vorsichtig in die Höhlung, streicht beruhigend über die Brust des großen Vogels und tastet unter ihm in dem Nest nach etwas, was dieser Uhu vielleicht für sie zu bewachen hat.

Surnia beobachtet das Vorgehen ihrer Meisterin mit großer Spannung.

Zwei Eier hat der Uhu unter sich, und da ist noch etwas: eigroß, teilweise eckig, teilweise glatt. Rovena zieht den Gegenstand ins Licht.

Es ist ein schwarzer Saphir in einer silbernen Fassung. Auf der Unterseite der Silberfassung des Steins sind die Worte "Sucht Weiter" eingraviert.

Die junge Frau runzelt die Stirn, betrachtet das Schmuckstück noch etwas genauer, und überlegt. Die hervorgehobenen Buchstaben fallen ihr besonders auf. 'S, W', denkt sie bei sich, um den brütenden Uhu nicht aufzuschrecken. 'Südwest, das wird es bedeuten.' Sie verstaut den Stein in ihrer Gürteltasche und kontrolliert noch mal, ob sie nichts im Nest übersehen hat.

Dann rutscht sie langsam auf dem Ast von der Höhlung weg, zieht den Stab zwischen ihre Beine und stößt sich vom Ast ab, um zu ihren Gefährten zurückzufliegen.

"Hast Du etwas gefunden?" fragt der Magier interessiert.

Rovena landet sicher neben ihm, Surnia lässt sich auf einem der unteren Äste der Blautanne nieder. Die Hexe schaut Isinha zufrieden an. "Ja, ein Nest und einen brütenden Uhu auf seinem Gelege mit zwei Eiern …", zählt sie mit einem schiefen Lächeln auf. " … und das hier." Aus ihrer Gürteltasche zieht sie den schwarzen Saphir in der Silberfassung hervor."Einen weiteren Hinweis. Schau ihn dir an und sag mir, was du davon hältst." Sie reicht ihm das Kleinod.

Der Magier dreht das Fundstück und betrachtet es eingehend mehrfach von allen Seiten. Dabei wiederholt er die Gravur "Sucht" - "Weiter". "Hm, eigenartig. Die Abgrenzung mit Punkten lässt darauf schließen, dass die Buchstaben eine eigene Bedeutung oder eine zusammengesetzte Bedeutung haben könnten." Er sieht in die Runde. "Die wörtliche Aufforderung wäre wohl überflüssig … aber S.W. - die Himmelsrichtung - kann es so einfach sein?" stellt Isinha die Frage. "Wo soll denn der nächste Hinweis zu finden sein?"

"Das war das mit dem giftigen Geruch, das wohl!" überlegt Ingalf, dann rollt er die Karte aus. "Wenn wir hier sind" - er deutet auf den Punkt A - "dann wäre Südwest … hier" - er deutet auf den unteren der drei Felsen in der Karte [F14]. "Also los, raus aus dem Wald, orientiert und hin, das wohl!"

Rovena nickt. "So habe ich den Hinweis auch verstanden", stimmt sie zu und wendet sich wieder an den Magier. "Gibst du mir das Schmuckstück?" bittet sie ihn.

Nickend überreicht Isinha ihr den Stein.

"Danke", spricht sie und verstaut den schwarzen Saphir wieder in ihrer Gürteltasche, bevor sie in den Sattel steigt und reitend den Blautannenwald verlässt.

Punkt B

Nach einer guten Stunde durch Heide- und Buschland kommt die Gruppe an eine Stelle, die zur Karte passt. Aus einem lichten Birkenwäldchen ragen ein paar Felsklippen auf. Es herrscht eine auffällige Ruhe ringsumher, nirgendwo hört man Tierlaute.

Edric ist das nicht ganz geheuer. Irgendwas stimmt hier nicht. Unwillkürlich senkt er die Stimme: "Und was jetzt? Wonach müssen wir suchen? Nach einem Hauch des Todes?"

Die Gruppe ist in diesem Moment wohl noch hundert Schritt von der Klippe und achtzig Schritt von der ersten Birke entfernt.

Da Ingalf nichts auffälliges sieht, reitet er langsam weiter bis zu den ersten Birken.

Cadruel lässt seinen Blick kurz zu der Hexe schweifen bevor er folgt.

Der Blick Rovenas, dem Cadruel begegnet, macht ihm ihre innere Anspannung deutlich, während sie weiter auf das Birkenwäldchen zu hält. Diese auffällige Ruhe an diesem Ort gefällt ihr ganz und gar nicht. Sie achte besonders darauf, ob sie nicht doch irgendwo Vögel oder Kleinwild ausmachen kann.

Cadruel lenkt 'Licht-zieht-vorbei-leise-aber-schnell' an ihre Seite.

Edric reitet langsam auf das Birkenwäldchen zu. Dabei achtet er sehr genau auf Gerüche. Sollte ihm auch nur ein Hauch eines unbekannten Geruchs um die Nase wehen, wird er sein Pferd anhalten.

Er kennt ja das Rätsel nicht, weiß nur, dass es jetzt irgendwie um einen tödlich wirkenden Geruch geht.

Der riecht etwas, eine Mischung aus Kloake und Sauerbier. Er zügelt sein Pferd, will etwas sagen, da spricht es Isinha aus.

Isinha hält sein Pferd an und lauscht. "Diese Ruhe." sagt er dann. "Fast unheimlich, falls ich an derlei Dinge glauben würde." Dann sieht der Magier sich um und zieht auch die Luft tief ein, um die Gerüche aufzunehmen. Gibt es hier vielleicht einen Grund für die unnatürlich erscheinende Ruhe oder ist einfach Mittagszeit?

Der Nachmittag ist mittlerweile deutlich vorangeschritten. Die Gruppe ist noch 20 Schritt vor der ersten Birke, da bemerkt Isinha den Geruch, ganz leicht nur, aber unangenehm, eine Kombination aus Fäkalien und Erbrochenem.

"Uähh" macht der Magier leise und hält sein Pferd an. "Riecht ihr das auch?" fragt er seine Gefährten und versucht, die Herkunft des Gestanks auszumachen.

"Ja", antwortet Edric mit gerümpfter Nase. "Und was sagt uns jetzt das Rätsel, was wir machen sollen? Tot umfallen???"

"Das Rätsel sagt uns, dass mit dem Gestank eine Gefahr verbunden ist", erinnert ihn Rovena an die Zeilen und bemüht sich, den Atem flach zu halten. "Wenn wir tot sind, braucht uns der Geruch nicht mehr zu stören …" Sie schaut zu Cadruel hinüber. Ihn müssten diese Ausdünstungen doch besonders belasten, heißt es doch, Elfen hätte feinere Sinne als Menschen. Sie überlegt angestrengt, ob sie jemals von einer Pflanze oder einem Tier gehört hat, welche als Quelle einer solchen Ausdünstung in Frage kämen …

Ingalf schnuppert: "Aye, das riecht hier wie in Prem, hinter der Brennerei Hjalkse, das wohl!"

Isinha fällt nichts auf, was auf eine offensichtliche Quelle des Geruches hindeutet. Die anderen riechen es auch. Der Gestank wird beim Weiterreiten stärker. Rovena fällt ein Spruch ein: "Du stinkst wie ein Tatzelwurm!"

Ihr Atem stockt und der Ruck, der durch ihren Körper geht, lässt ihre Grauschimmelstute, im Schritt verhalten. "Bei den Gehörnten der Niederhöllen!" presst sie fluchend zwischen den Zähnen hervor. "Wenn das wahr sein sollte!" Ihr Blick sucht den ihrer Gefährten. "Freunde, wenn das stimmt, was mir gerade einfällt, dann soll dieser Magier verflucht sein! Vor uns könnte ein Tatzelwurm liegen, der den nächsten Hinweis bewacht!"

"Der Gestank passt jedenfalls zu dieser Annahme." meint Isinha analytisch. "Vielleicht sollen wir aber einfach nur schlau genug sein, ihn zu umgehen und weiter der Richtungsanzeige des Steins aus der Uhu-Behausung folgen." stellt er eine These auf.

"Du glaubst doch nicht im Ernst, dass jemand der sechs Rätselpunkte angibt, die in einer geraden Linie auslegt?" fragt Ingalf erstaunt zurück. 'Oder sind Magier wirklich so einfach gestrickt …'

"Nein, aber dies könnte ein Test sein, der prüfen will, dass nicht immer allen Hinweisen blind folgen sollte …" antwortet Isinha dem Thorwaler.

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir erst einen Tatzelwurm besiegen sollen", meint Edric. "Das würde uns doch nur schwächen. Wo wir doch Aventurien retten sollen …"

"Oder er meint, dass ein Tatzelwurm kein Hindernis für richtige Helden ist, das wohl!" meint Ingalf. "Wir sollten näher ran!

Edric ist nicht ganz wohl bei dem Gedanken, dem Tatzelwurm näher zu kommen. Wenn sie ihm zu nahe kommen, wird er sie wohl angreifen, nimmt er an, und selbst wenn sie ihn besiegen sollten - er hat ihnen doch eigentlich nichts getan.

Auf der Südseite der südlichsten Klippe wird ist etwas. Dort klafft ein vier Meter breiter Spalt, eine breit ausgetretene Spur führt in die Höhle hinein.

Ingalf schaut sich nach einem Platz um, wo er sein Pferd anbinden kann und meint zu den Gefährten: "Das isses, das wohl! Das stinkst am meisten! Am besten wir gehen zu Fuß!"

Er steigt ab, kramt in seiner Tasche nach einem einigermaßen sauberen Tuch und bindet sich das vor den Mund, um den Gestank etwas zu mildern.

Dann bringt er den Helm in Position und nähert sich mit der Orknase in den Händen von der Seite her dem Spalt.

Edric ist ein wenig unschlüssig, was er machen soll. Bei einem Kampf wäre er jedenfalls wenig von Nutzen. Andererseits kann er seinen Freund auch nicht allein lassen.

So entscheidet er sich schließlich, es Ingalf gleich zu tun. Mit dem Dreizack bewaffnet folgt er vorsichtig, Nase und Mund unter seine Kleidung steckend. Da riecht es noch etwas angenehmer.

Cadruel steigt von 'Licht-zieht-vorbei-leise-aber-schnell', bindet es an, nimmt den Bogen und spannt die Sehne. Dann schaut er Ingalf auffordernd an.

Der nickt dem Elf verstehend zu

Auch Rovena steigt ab und schlingt den Zügel um einen Ast neben Cadruels Pferd. Surnia hockt auf ihrer Schulter, als sie, den Stab in der Hand und den Ärmel vorm Mund, bereit steht.

Cadruel nimmt 2 Pfeile mit dem Schaft in den Mund um sie schneller ziehen zu können, einen Dritten spannt er in den Bogen. Dann nähert er sich dem Eingang.

Isinha sitzt noch eine kurze Weile unschlüssig im Sattel, während er die Vorbereitungen seiner Gefährten beobachtet, und überlegt. Ihm scheint nicht schlüssig, etwas in der Höhle eines Tatzelwurms zu verstecken. Auch dann nicht, wenn die 'Auserwählten' die Rettung ganz Deres oder zumindest der zivilisierten Reiche zur Aufgabe erhalten sollen. Andererseits scheinen Ingalf, Edric und Cadruel bereits nicht mehr von ihrem offensichtlichen Vorhaben, in die Höhle einzudringen, abzubringen zu sein. So steigt Isinha ab und seufzt. Er drückt der Hexe die Zügel seines Pferdes in die Hand und bittet sie: "Gib auf unsere Rücken Acht und halte die Pferde bereit. Sicher müssen wir ganz schnell von hier verschwinden." Dann begibt er sich zu den anderen und meint: "Wenn, dann sollten wir das hier zusammen erledigen!" Er lässt den Zauberstab zur Fackel werden und leuchtet den beiden vorweg gehenden, Ingalf und Edric, den Weg.

Der Gang geht ziemlich genau geradeaus, während der Geruch immer stärker wird.

Der Magier rümpft die Nase und atmet nur ganz flach ein, lässt sich aber ansonsten nichts anmerken, während er aufmerksam weitergeht.

Erst will Rovena protestieren, als Isinha ihr die Zügel seines Pferdes in die Hand drückt, doch dann steigt ein Brechreiz in ihr auf. Sie nickt nur, nicht fähig, ihm zu antworten, zieht das Pferd von dem Höhlengang weg und bringt es zu den anderen Tieren, die sie gesammelt um sich schart. Sorgenvoll blickt sie ihren Gefährten nach und beruhigt ihre leise schnaubende Stute.

Auch trotz seines starken Eigengeruchs nimmt Edric den Gestank wahr. Noch kann er ihn aber gut ertragen.

Im Schein der Magierfackel geht Ingalf tiefer in die Höhle. Dabei achtet er auch die Geräusche, die ein Tatzelwurm verursachen sollte und versucht auch im Schatten irgendwelche Bewegungen zu erkennen.

Ingalf erkennt schneller Bewegung, als ihm lieb ist. Von vorn kommt ein Untier heran. So sieht also ein Tatzelwurm aus:

sdm_tatzelwurm

Er ist riesig und seine Schuppen sind matt. Der Wurm strahlt Alter aus und höchste Gefahr. Sein Kopf schnell vor, und seine gewaltigen Zähne hätten Ingalf zermalmt, wenn er nicht rechtzeitig zurückgesprungen wäre.

Eine gewaltsame Lösung des Problems würde jetzt einen Angriff Ingalfs erfordern, oder gibt es eine andere Möglichkeit?

Da nicht einmal Ingalf attackiert und der Anblick des Tatzelwurms ihn durchaus fasziniert, hält sich auch Edric zurück. Er fragt sich, ob es wohl normal ist, dass ein solch großes Tier sich von ein paar Hanseln wie ihnen sofort angegriffen fühlt. Andererseits sind sie ja wohl in seine Wohnhöhle eingedrungen …

"Hoppla, Du bist aber ein süßes Pussikätzchen, das wohl!" kommentiert Ingalf den Angriff. Nachdem das mit dem Uhu so gut geklappt hat, hatte Ingalf ja im Stillen gehofft, dass der Tatzel so stinkt weil er tot ist und nicht weil er so groß ist.

Der Thorwaler versucht dem Wurm auszuweichen und betrachtet die Höhle, ob es irgendwo eine Stelle gibt, an der die Gefährten den Wurm einklemmen oder anders in seiner Bewegung einschränken können.

Einklemmen oder in der Bewegung einschränken geht wohl nicht. Und das war es dann auch schon. Bei seiner zweiten Attacke erwischt der Tatzelwurm Ingalf mit einem seiner Hauer. Der Schmerz droht Ingalf die Sinne zu rauben. Nur mit äußerster Mühe schafft es der Thorwaler, auf den Beinen zu bleiben.

Cadruel feuert seinen Pfeil ab, …

der in die Panzerung der Riesenechse einschlägt, …

wechselt den Bogen in die rechte Hand, deutet mit dem Zeige- und dem Mittelfinger der linken Hand auf den Tatzelwurm und spricht: "Blitz Dich find!"

Das war Ablenkung in höchster Not, denn der Tatzelwurm hatte gerade vorher Ingalf schwer verletzt. Nun pendelt sein Kopf hin und her. Trotz seiner momentanen Blendung rückt der Tatzelwurm vor.

Cadruels Pfeil hatte Ingalf nur schemenhaft wahrgenommen, aber dessen erfolgreichen Blitz-Zauber gibt ihm ein paar Atemzüge Zeit.

Die Gelegenheit nutzt der Thorwaler und schlägt beidhändig mit voller Kraft auf den Kopf des Drachen.

Edric beobachtet, wie Ingalf schwer verletzt wird und der Tatzelwurm vorrückt. Der Gang ist breit genug, um zwei Kämpfern nebeneinander Platz zu bieten.

"Raus hier!" zischt der Magier, will er doch dem vorerst erblindeten Tier kein Ziel bieten. Um ihnen noch etwas mehr Zeit zu verschaffen, setzt er kurz darauf - nach Ende der Wirkung von Cadruels Zauber - einen weiteren nach. Dann zieht er rasch den Verletzten mit sich rückwärts aus dem Gang.

"RAUS HIER!" Einen 2 Pfeil abschießend deckt er Ingalfs Rückzug.

Ingalf trifft, aber als er die Orknase zurückzieht, sieht er, wie klein die Wunde relativ zu dem Tatzelwurm ist. Ingalf ist völlig auf den Wurm konzentriert, so dass er Isinhas Zischen überhört, aber er spürt, dass jemand von hinten an ihm zieht.

Der Tatzelwurm rückt weiter vor, scheint aber noch geblendet.

Ingalf weiß, dass das hier nicht wirklich gut ausgehen muss und so dreht er sich um und rennt hinter den anderen aus der Höhle.

Auch Cadruel zieht sich zurück.

Edric versucht, durch einen gezielten Stoß gegen das Maul des Drachen selbigen von Ingalf abzulenken. Sofort nach dem Stoß zieht er sich wieder zurück, um nicht selbst angegriffen zu werden. Er wird Ingalf und Isinha folgen und ihren Rückzug - wenn nötig - decken.

Der Stoß geht fehl, aber seine Idee den Rückzug zu decken, ist klug. Der Tatzelwurm folgt den Angreifern, stößt immer wieder gegen Edric vor, aber der vermag immer wieder auszuweichen. Schließlich ist Edric als letzter im Freien, aber der Tatzelwurm setzt weiter nach.

Edric kann sich nicht zur Flucht entschließen, erscheint sie ihm doch nicht sinnvoll. Schnell versucht er abzuschätzen, ob sie überhaupt eine Chance zur Flucht haben, oder ob der Tatzelwurm wohl deutlich schneller sein dürfte also sie zu Pferd. Wäre es nicht vielleicht sinnvoller, in das Birkenwäldchen zu flüchten als auf freier Flur?

Da trifft den Tatzelwurm ein Pfeil Cadruels, was für Ablenkung sorgt. Edric wird für den Moment nicht mehr verfolgt. Das übernimmt jetzt der berittene Cadruel.

Die Pferde werden unruhig, sehr unruhig.

"Lauft los, lauft los!" ruft Isinha Rovena zu und hofft, dass sie die Tiere beherrschen kann. "Wir kommen nach und steigen dann auf."

Mittlerweile ist Ingalf allein unterwegs, so dass der Magier sich auf seine eigene Flucht konzentrieren kann. Längst ist die Fackel erloschen und er trägt den Stab in der Hand. Als auch der Tatzel die Höhle verlässt, schleudert ihm Isinha einen letzten entgegen um ihre Flucht zu decken.

Rovena versucht zu tun, was Isinha ihr aufträgt. Sie steigt zuerst eilig auf ihre Stute, ohne die Führungsleinen der anderen vier Pferde loszulassen, und treibt Thalia an, die Reittiere ihrer Gefährten hinter sich her führend.

Cadruel versucht auf 'Licht-zieht-vorbei-leise-aber-schnell' zu springen.

Was ihm aber nicht gelingt, da die Pferde schon zu schnell sind.

Nicht weit von ihren Gefährten entfernt, zügelt die Hexe ihre Stute und wendet die Gruppe wieder in Richtung Höhle, um zu beobachten, was sich dort weiter ereignet.

Sie sieht, wie Edric vom Tatzelwurm verfolgt wird, und sie sieht auch, dass Ingalf wieder in die Höhle geht.

"Hey!" Ingalf bekommt so langsam wieder das Geschehen mit, nachdem er durch die Schmerzen in der Wunde abgelenkt war. "Wenn wir fliehen, dann kommen wir nich' weiter, das wohl!

Der Stein mit der Richtung lag im Nest der Eule, wenn wir jetzt vor dem Tatzel weglaufen, dann wissen wir nicht, wie's weitergeht!"

"Doch, wir folgen einfach weiter der Richtung!" bringt Isinha zwischen rasselnden Atemzügen hervor. Auf längere Erklärungen, insbesondere die, er habe es von Anfang an so gewollt, verzichtet er im Moment.

Sobald er sicher sein Pferd erreicht und aufgestiegen ist, versucht er, in die Richtung Südwest den Tatzel zu umgehen.

"Blödsinn!" widerspricht ihm Ingalf. "Wir müssen in die Höhle solange das Vieh draußen ist, lenkt ihn ab und ich gehe suchen, das wohl!"

Der Thorwaler setzt seinen Vorschlag in die Tat um und nähert sich wieder der nun leeren Tatzelwurmhöhle. Er weiß, dass seine Gefährten manchmal vor vollendete Tatsachen gestellt werden müssen. Und er weiß, dass er sich auf sie verlassen kann.

Ingalf schafft es, denn der Tatzelwurm folgt Edric. Leider ist es zehn Schritt hinter dem Höhleneingang so dunkel, dass Ingalf nichts mehr richtig erkennen kann.

Die Dunkelheit veranlasst Ingalf in seinen Rucksack zu greifen und seine Lampe anzuzünden.

Rovena reitet nun auf Cadruel zu, damit dieser sein Pferd an sich nehmen kann. "Schnell, aufs Pferd, wir helfen Edric, den Drachen abzulenken!" ruft sie ihm zu.

Dann weiter zu Isinha, den sie bittet, Ingalfs und Edrics Pferde zu nehmen. Ingalfs Plan scheint ihr deutlich, sie sollen den Tatzelwurm ablenken, damit er Zeit hat, in der Höhle nach der nächsten Information zu suchen. Wenn der Magier die Pferde nimmt, wird sie auf den Tatzelwurm zu reiten, um Edric zu entlasten und die Aufmerksamkeit des Drachen auf sich zu lenken.

Um den Tatzelwurm abzulenken verschießt Cadruel den nächsten Pfeil, er versucht gezielt ein Auge zu treffen.

Den Kopf trifft Cadruel, das Auge verfehlt er. Aber die Ablenkung gelingt. Jetzt ist er das Ziel. Da kommt Rovena mit den Pferden.

Behände schwingt sich Cadruel auf das Pferd und lässt es im Abstand von ca. 20 Schritt vor dem Tatzelwurm sich aufbäumen und wiehern.

Die Höhle ist insgesamt nur 15 Schritt tief. Ganz am Ende des Gewölbes ist so etwas wie ein Hort. Er besteht aus wertlosem, aber infernalisch stinkendem Plunder (Kieselsteine, Vogelfedern, Tierknöchlein etc.), in dem 2 Dukaten, 3 Silbertaler und ein Stein, ein Topas in Goldfassung, verborgen liegen. Die Fassung des Steins trägt auf der Rückseite das Wort: "*W*ohin?"

Das Geld und den Rest des Plunders ignoriert der Thorwaler - dieses Mal - er greift nur den Topas und sieht zu, dass er so schnell wie möglich wieder aus der Höhle kommt.

Als er wieder draußen ist, ruft er laut: "Jetzt können wir abhauen, das wohl!" Er schaut, wo Rovena mit den Pferden ist und läuft dahin.

Er sieht Cadruel und Rovena, wie sie dabei sind, den Tatzelwurm zu beschäftigen, in dem sie vor ihm herum reiten. Sein Pferd steht bei Isinha. Auf seinen Zuruf lässt die Hexe erst von ihren Manövern ab, sobald ihre Gefährten aufgesessen sind und davon reiten. Dann wird auch sie ihnen folgen.

Edric guckt sich, als er nicht mehr von dem Drachen verfolgt wird, erleichter nach seinem "Freund" um. Als er ihn bei Isinha entdeckt, läuft er dorthin und sitzt auf. Wohin nun?

Der Magier hält die Zügel von Ingalfs Tier. "Los, komm!" ruft er ihm zu, obwohl der Thorwaler kaum einer Ermunterung bedarf.

Als Ingalf wieder auf seinem Pferd sitzt, liest er durch, was auf dem Stein steht: "Nach Westen müssten wir, das wohl!"

Das wird das Wäldchen am Fluss sein, denkt Ingalf.

"Cashire, elg'shian!" ruft Cadruel dem Tatzelwurm zu während er abdreht.

Isinha lenkt sein Tier in die angegebene Richtung und reitet, sobald seine Gefährten sich angeschlossen haben oder der Tatzel ihm zu nahe kommt, los.

'Hoffentlich setzt uns der Tatzel nicht nach', denkt Edric noch, bevor er sein Pferd zur Flucht in Richtung Westen antreibt.